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Frankreich und Armenien verkünden strategische Partnerschaft

Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan und der französische Präsident Emmanuel Macron unterzeichneten am Dienstag eine Erklärung über die Gründung einer strategischen Partnerschaft. Beide Länder wollen unter anderem bei der Militärforschung kooperieren.
Frankreich und Armenien verkünden strategische Partnerschaft© Urheberrechtlich geschützt

Während des Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Armenien wurde eine Erklärung zur Begründung einer strategischen Partnerschaft zwischen beiden Ländern signiert. Auf armenischer Seite unterschrieb Premierminister Nikol Paschinjan das Dokument. Darüber berichten armenische Medien am Dienstag.

Wie es heißt, fand die Zeremonie zur Unterzeichnung der Vereinbarung im Anschluss an das Treffen zwischen Paschinjan und Macron im Präsidentenpalast in der armenischen Hauptstadt Jerewan statt.

Darüber hinaus unterschrieben Beamte und Vertreter armenischer und französischer Unternehmen Dokumente über die Zusammenarbeit in Bereichen wie künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, Halbleiter, Rüstungsforschung, Verteidigungssysteme sowie die Beschaffung von Militäruniformen.

Medienberichten zufolge wurden auch Abkommen über die Kooperation bei Straßenbau, Schutz des kulturellen Erbes, aber auch bei öffentlicher Kreditvergabe unterzeichnet.

Wie die armenische Zeitung Aravot berichtet, ging Macron bei der gemeinsamen Pressekonferenz auch auf die Frage ein, ob er Armenien künftig als Teil der Europäischen Union sehe. Hierbei wird der französische Präsident mit den Worten zitiert: "Ja, und ich denke, das ist die richtige Entscheidung." "Was ist die Zukunft Armeniens, wenn nicht die Zukunft mit Europa? Nur diese kann Frieden und Gleichgewicht garantieren", fügte Macron hinzu.

Wenn Jerewan auf eine Kooperation mit der Europäischen Union setzt, wird es eine wichtige Entscheidung treffen müssen, erklärte kürzlich Kremlsprecher Dmitri Peskow in einem Interview. Armenien könne nicht gleichzeitig EU-Mitglied und Teil der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) sein. Moskau habe Jerewan zu verstehen gegeben, dass die beiden Formate unvereinbar seien.

Armeniens Präsident Wahagn Chatschaturjan hatte im April 2025 das Gesetz über die Absicht der Republik, der EU beizutreten, unterzeichnet. Wie Paschinjan damals erklärte, muss die entsprechende Entscheidung in einer Volksabstimmung getroffen werden.  

Mehr zum Thema ‒ Peskow: Armenien muss sich zwischen Eurasischer Wirtschaftsunion und EU entscheiden

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