
Außenministerium: Russland hat keine Präferenzen in puncto neue UN-Führung

António Guterres ist seit dem Jahr 2017 Generalsekretär der Vereinten Nationen, und Ende des Jahres läuft die zweite und letzte Amtszeit des Portugiesen aus. Zum 1. Januar 2027 soll das Amt neu besetzt werden.
Als Kandidaten bekannt sind bislang die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die ehemalige Vizepräsidentin von Costa Rica, Rebeca Grynspan, Senegals Ex-Präsident Macky Sall und der argentinische Diplomat Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA).
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti äußerte sich Kirill Logwinow, Direktor der Abteilung für Internationale Organisationen im russischen Außenministerium, zu dem Thema. Das Rennen um den UN-Vorsitz nehme gerade erst Fahrt auf, meinte der Diplomat.
Logwinow wörtlich im Interview:
"Es wäre verfrüht, über unsere Präferenzen zu sprechen, da der Wahlkampf erst jetzt richtig in Schwung kommt. Die Liste der Kandidaten dürfte noch weiterwachsen."

Im Jahr 2016, als António Guterres zum UN-Generalsekretär gewählt wurde, konnten laut dem russischen Diplomaten Bewerbungen bis Ende September eingereicht werden.
Über die neue Führung der Vereinten Nationen stimmt deren Vollversammlung auf Vorschlag des Sicherheitsrats ab. Es gibt neben öffentlichen Anhörungen auch geheime Probeabstimmungen im Sicherheitsrat.
Letztlich müssen sich die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich und damit die fünf ständigen Ratsmitglieder mit Vetorecht einigen. Ab Juli stimmt dann der Sicherheitsrat in mehreren Runden ab – so lange, bis ein Kandidat eine Mehrheit ohne Vetostimmen erhält.
Am 7. April fand in Moskau ein Treffen zwischen dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und der Kandidatin für das Amt des UN-Generalsekretärs, Rebeca Grynspan, statt. Wie die Behörde bekannt gab, übermittelte Russlands Spitzendiplomat Grynspan die Moskaus Position hinsichtlich der Qualitäten, die ein Kandidat für das höchste UN-Amt besitzen sollte.
Laut dem Außenministerium in Moskau gehe es um die strikte Einhaltung der Grundsätze der UN-Charta, eine unparteiische Vorgehensweise im Interesse aller Mitgliedstaaten, aber auch um die Anpassung der Aktivitäten der Weltorganisation an die multipolare Realität. Die Parteien hätten ihr Bekenntnis zur zentralen Koordinierungsrolle der Vereinten Nationen in den Weltangelegenheiten bekräftigt, hieß es in der Mitteilung der Behörde.
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