
Kandidatur für US-Präsidentschaftswahlen: Kamala Harris wirft Hut in den Ring

Die Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen 2024 hat Kamala Harris offenbar mittlerweile verschmerzt. Damals war sie als Kandidatin der Demokraten dem Republikaner Donald Trump unterlegen. Nachdem sie eine Zeit lang aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden war, tritt die frühere US-Vizepräsidentin mittlerweile wieder häufiger auf. Unter anderem auch bei einer Veranstaltung der Bürgerrechtsbewegung National Action Network (NAN) am gestrigen Abend in New York.

Beim Podiumsgespräch mit dem Bürgerrechtler und NAN-Gründer Al Sharpton kam es dann zur Aufsehen erregenden Enthüllung: Auf die Frage Sharptons "Wirst du 2028 wieder antreten?" (Minute 40) entgegnete eine strahlende Harris unter dem Jubel der Anwesenden: "Vielleicht, vielleicht denke ich darüber nach. Ich denke darüber nach." Um später hinzufügen: "Ich werde euch auf dem Laufenden halten." Ein offensichtlicher Wink mit dem Zaunpfahl, dass sie erneut als Präsidentschaftskandidatin für ihre Partei zur Verfügung stehen würde.
Mit ihrer anschließenden Bemerkung empfahl sich Harris aufgrund ihrer Erfahrung als Vizepräsidentin während der Präsidentschaft von Joe Biden für die erneute Kandidatur:
"Sehen Sie, ich habe vier Jahre lang gedient und war nur einen Herzschlag von der Präsidentschaft der Vereinigten Staaten entfernt. Ich habe unzählige Stunden in meinem Büro im Westflügel verbracht, nur wenige Schritte vom Oval Office entfernt. Ich habe unzählige Stunden im Oval Office und im Lagezentrum verbracht. Ich weiß, was dieser Job bedeutet. Und ich weiß, was er erfordert."
Im vergangenen Jahr sei sie viel durch das Land gereist. Und sie habe gemerkt, dass der Status quo nicht mehr funktioniere und ein Bürokratieabbau in der Regierung dringend erforderlich sei. Mit der prägnanten Formulierung "the people don’t want process, they want progress" ("die Menschen wollen keine Verfahren, sie wollen Fortschritte") brachte Harris die Dringlichkeit der aus ihrer Sicht gebotenen Veränderungen zum Ausdruck.
Das US-amerikanische Volk habe ein Recht darauf zu erwarten, dass es jedem, der um das Präsidentenamt kandidiere, nicht um sich selber gehe, sondern um das Wohl der Menschen. Insofern denke sie – Harris – darüber nach, wer wo und wie die beste Arbeit für das amerikanische Volk leisten könne.
Allerdings traten bei der selben NAN-Jahrestagung auch andere potenzielle Kandidaten der Demokraten auf, etwa der amtierende Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, der amtierende Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, oder der Gouverneur von Maryland, Wes Moore, und viele andere mehr. Auch der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg äußerte seine Bereitschaft zur Kandidatur. Gegen diese und andere Mitbewerber müsste sich Harris bei der Kandidatenaufstellung der Demokraten erst einmal durchsetzen. Einen Vorteil hat sie immerhin: Sie ist bei weitem am bekanntesten unter den demokratischen Präsidentschaftsanwärtern.
Auch bei den Republikanern steht der Präsidentschaftskandidat für 2028 noch nicht fest. Sollten sich die Demokraten jedoch für Harris entscheiden, ist es wahrscheinlich, dass sie dann entweder gegen den jetzigen US-Außenminister Marco Rubio oder den Vizepräsidenten JD Vance antreten müsste. Beide gelten als aussichtsreiche Kandidaten für die Nachfolge von Präsident Trump.
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