
IWF: Nahostkrieg führt zu weltweitem Energieschock und vermehrten Hungersnöten

Der Angriff der USA und Israels auf Iran und die iranischen Vergeltungsschläge gegen die Energieinfrastruktur in der gesamten Region haben die globalen Märkte belastet, die Ölpreise in die Höhe getrieben und die Kraftstoffkosten erhöht. Durch den Konflikt wurde der Verkehr durch die Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gasversorgung abgewickelt wird, praktisch zum Erliegen gebracht.
IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva erklärte am Donnerstag, die Turbulenzen kämen einem negativen Angebotsschock gleich, der "erheblich, global und asymmetrisch" sei. Der Schock treffe die Länder je nach ihrer Abhängigkeit von importierten Brennstoffen in unterschiedlichem Ausmaß.

Die weltweiten täglichen Ölströme seien um etwa 13 Prozent und die LNG-Lieferungen um rund 20 Prozent zurückgegangen. Georgieva warnte, dass selbst das "optimistischste Szenario" des IWF nun eine "Herabstufung" des weltweiten Wachstums vorsehe. "Ohne diesen Schock hätten wir eine Aufstufung vorgenommen", erklärte die IWF-Direktorin. Die Schäden an der Infrastruktur, die Versorgungsunterbrechungen und der Vertrauensverlust würden bleibende "Narben" in der Weltwirtschaft hinterlassen.
Die durch den Konflikt verursachten Auswirkungen sind bereits in Raffinerien, im Transportwesen und auf den Lebensmittelmärkten zu spüren, so der IWF. Der Mangel an Diesel und Flugbenzin habe den Handel und den Tourismus beeinträchtigt, hinzu kämen neue Engpässe beim Transport von Düngemitteln und Getreide. Durch die Eskalation seien weitere 45 Millionen Menschen in die Ernährungsunsicherheit getrieben worden. Weltweit seien damit insgesamt mehr als 360 Millionen Menschen von Hunger bedroht.
Auf X teilte Kristalina Georgieva am Samstag mit, sich "überschneidende Schocks sowie verschiedene Transformationskräfte" könnten dazu führen, dass ärmere Länder den Anschluss verlieren. Wir dürfen das nicht zulassen.
I spoke with @ErwanlsAFP and @AsadHashim on how repeated and overlapping shocks and various forces of transformation risk leaving poorer countries behind. We can’t afford that to happen. Thank you @AFP for the interview: https://t.co/DZDABX7oUX
— Kristalina Georgieva (@KGeorgieva) April 11, 2026
Diese düsteren Aussichten zeichnen sich ab, während Washington und Teheran an diesem Wochenende in Pakistan hochkarätige Friedensgespräche führen. Am späten Dienstag hatten sie sich auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt. Iran fordert, dass jeder Waffenstillstand auch den Libanon einbeziehen muss, der diese Woche von Israel schwer bombardiert wurde. Bei den verstärkten Angriffen wurden Hunderte Menschen getötet und mehr als 1.100 verletzt. Dies führte zu Befürchtungen, dass der Waffenstillstand mit Iran scheitern könnte.
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