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Transatlantische Beziehungen – 72. Bilderberg-Treffen in Washington

Eine Tagesordnung des Bilderberg-Treffens 2026 wurde nicht veröffentlicht, spekuliert wird über den Austritt der USA aus der NATO. NATO-Generalsekretär Rutte traf sich vor der Bilderberg-Konferenz mit US-Präsident Donald Trump, US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Transatlantische Beziehungen – 72. Bilderberg-Treffen in Washington© Urheberrechtlich geschützt

Aktuell findet in Washington das 72. Bilderberg-Treffen statt. Dazu veröffentlichten die Bilderberger eine recht kurz gehaltene Pressemitteilung:

"Das 72. Bilderberg-Treffen findet vom 9. bis 12. April 2026 in Washington, D.C., USA, statt. Wie immer wurde eine vielfältige Gruppe von politischen Führungskräften und Experten aus Industrie, Finanzwesen, Wissenschaft und Medien eingeladen. Die Teilnehmerliste ist hier verfügbar."

Die mutmaßlichen Inhalte der Konferenz wurden lediglich als Schlagwortliste bekannt gegeben. Demnach sollen am Wochenende in Washington folgende Themen behandelt werden: Künstliche Intelligenz, Sicherheit in der Arktis, China, digitales Finanzwesen, Energie-Diversifikation, Europa, globaler Handel, Mittlerer Osten, Russland, Beziehungen der transatlantischen Verteidigungsindustrie, Ukraine, USA, Zukunft der Kriegsführung, der Westen.

Gemäß der veröffentlichten Teilnehmerliste sind 129 Personen zum diesjährigen Bilderberg-Treffen eingeladen. Aus Deutschland kommen Roland Busch, Geschäftsführer der Siemens AG, Mathias Döpfner, Vorstand von Axel Springer SE, Jeannette zu Fürstenberg, Managing Director von General Catalyst, Karl-Theodor zu Guttenberg, Vorstand von Spitzberg Partners LLC, Uwe Horstmann, Geschäftsführer von Stark, Gundbert Scherf, Co-Founder und Co-Geschäftsführer der Helsing GmbH, Christian Sewing, Geschäftsführer der Deutschen Bank AG, und Oliver Zipse, Vorstand der BMW AG. 

Unter den gelisteten Medienvertretern findet man neben Mathias Döpfner von der Axel Springer SE unter anderem auch Rana Foroohar von der Financial Times, Demis Hassabis von Google DeepMind, Brett McGurk, Global Affairs Analyst bei CNN, John Micklethwait von Bloomberg, Zanny Minton Beddoes, die Chefredakteurin des Economist, und Gideon Rachman, als weiteren Vertreter der Financial Times. Insgesamt setzen sich die Teilnehmer aus bekannten Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik zusammen. Als einzige hochrangige Adelige werden in diesem Jahr König Willem-Alexander und Königin Máxima aus den Niederlanden der Konferenz beiwohnen.  

Die Geheimniskrämerei um das 72. Treffen sei in diesem Jahr also noch größer als gewöhnlich, berichtet Transition News am Donnerstag. So bestehe immer noch Unklarheit, an welchem Ort in Washington die Konferenz stattfindet. Einige Quellen berichteten, die Bilderberger würden im Salamander Hotel tagen. Laut anderweitigen Quellen finde das Treffen im Westfields Marriott Washington Dulles statt.

Die schwer zugängliche Pressestelle der Bilderberger kommuniziere ausschließlich per E-Mail. Mitarbeiternamen und Telefonnummern würden nicht bekannt gegeben. Offenbar habe sie ihren Sitz aber in den Niederlanden. Der ehemalige Ministerpräsident der Niederlande Mark Rutte habe in seiner "rekordverdächtigen" Amtszeit von 2010 bis Mitte 2024 an den meisten Konferenzen teilgenommen und setze dies auch als NATO-Generalsekretär fort. In diesem Jahr weilte Rutte schon vor dem Bilderberger-Meeting in Washington. Er traf sich in den Tagen davor mit US-Präsident Donald Trump, US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Nach Einschätzung von Transition News werde sich die Konferenzauf "die transatlantischen Beziehungen, den Nahostkonflikt – insbesondere die Spannungen zwischen dem Iran und den USA –, die Zukunft der NATO, die globale wirtschaftliche Instabilität und die Energiesicherheit konzentrieren". Die American Free Press spekuliert, dass bei dem Treffen auch ein möglicher Austritt der USA aus der NATO behandelt werden könnte. Das Nachrichtenportal berief sich darauf, dass Trump das NATO-Bündnis als "Papiertiger" und "Einbahnstraße" bezeichnet habe.

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