Dmitrijew warnt vor monatelanger Energiekrise

Die globalen Energiemärkte werden Monate benötigen, um sich nach dem Krieg Israels und der USA gegen Iran zu erholen, erklärt Kirill Dmitrijew, das Oberhaupt des Russischen Fonds für direkte Investitionen und Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten. Wie er am 8. April ausführte, sei es unwahrscheinlich, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus eine sofortige Wirkung haben werde.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen bilateralen zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran angekündigt. In dessen Rahmen habe Teheran zugestimmt, die Straße von Hormus zu öffnen. Während die Ölpreise in Reaktion auf diese Nachricht zu sinken begannen, schrieb Dmitrijew auf X:
"Die Energiemärkte werden Monate für eine Normalisierung benötigen, selbst wenn die Straße von Hormus geöffnet bleibt."
Energy markets will take months to normalize even if the Strait of Hormuz remains open. https://t.co/EMQStWNsWd
— Kirill Dmitriev (@kadmitriev) April 8, 2026
Mit seinem Kommentar bezog sich der Diplomat auf einen Artikel der Nachrichtenagentur Bloomberg, der Aussagen von Chefs mehrerer asiatischer Fluggesellschaften zitierte, wonach eine Stabilisierung der Flugzeugspritpreise erst nach "vielen, vielen Monaten" erfolgen werde. Willie Walsh, Vorsitzender der Internationalen Luftverkehrsvereinigung, merkte dazu an:
"Sollte die Straße von Hormus geöffnet bleiben, wird es Monate dauern, um im Hinblick auf die Unterbrechung von Raffineriebetrieben zum erforderten Angebot zurückzukehren."
Zuvor hatte Dmitrijew in einem Gespräch mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin am 29. März vor "Energie-Lockdowns" in Europa gewarnt und später hinzugefügt, dass es für eine Vorbereitung darauf zu spät sei.
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