
Russischer Senator: Jerewan sollte Ausmaß der Unterstützung seitens Russlands berücksichtigen

Jerewan sollte das "Ausmaß der russischen Unterstützung für Armenien" in Form niedriger Gaspreise berücksichtigen, statt über mutmaßliche Preisänderungen zu spekulieren. So kommentierte der stellvertretende Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Konstantin Kossatschow, die jüngsten Äußerungen des armenischen Parlamentssprechers Alen Simonjan über einen möglichen Austritt des Landes aus der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) im Falle einer Erhöhung der russischen Gaspreise.
Am Montag schrieb Kossatschow auf Telegram:
"Ich denke, es wäre fair und ehrlich, wenn armenische Politiker das Ausmaß der Unterstützung Russlands für Armenien berücksichtigen würden, anstatt über hypothetische Änderungen der Preispolitik zu spekulieren."
Weiter betonte der russische Senator:
"Selbst die Formulierung der Frage in diesem Zusammenhang erscheint unkorrekt."
Kossatschow wies darauf hin, dass der russische Präsident Wladimir Putin während des Treffens mit dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan am 1. April "ein klares Bild der aktuellen Lage" zeichnete. Putin merkte an, dass die Gaspreise in Europa über 600 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter liegen, während Moskau an Armenien Gas zu einem Preis von 177,5 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter verkauft.
Der Senator schrieb weiter, dass preisgünstige russische Energielieferungen eine wichtige Rolle in Armeniens Wirtschaft spielten und zur Stabilität des Landes beitrügen:
"Der derzeitige Preis für russisches Gas ist sowohl ein starker Anreiz für die Entwicklung vieler Wirtschaftssektoren Armeniens als auch ein wesentlicher Faktor für die soziale und politische Stabilität im Land."

Darüber hinaus betonte Kossatschow, dass Jerewan "erhebliche Wettbewerbsvorteile" vor dem Hintergrund einer "äußerst schweren Energiekrise in Europa und in der ganzen Welt" dank der Gasimporte aus Russland genieße.
Am Samstag erklärte der armenische Parlamentssprecher Alen Simonjan gegenüber Reportern, dass Armenien aus der EAWU und der OVKS austreten würde, sollte Russland Gaspreise für Jerewan erhöhen. Gleichzeitig räumte der armenische Politiker jedoch ein, dass ein Preisanstieg unwahrscheinlich sei, denn "ein gutes Gespräch" zwischen Putin und Paschinjan habe stattgefunden. Simonjan sagte:
"Aber ich glaube nicht, dass es so weit kommen wird, weil ich weiß, dass zwischen den Staatsoberhäuptern beider Länder ein sehr gutes und effektives Gespräch stattgefunden hat."
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