Russischer Politiker: Ansehen der USA durch Iran-Krieg erheblich beschädigt
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seit über einem Monat nicht in der Lage, mit einem wirtschaftlich deutlich schwächeren Land des Globalen Südens fertig zu werden, meint ein russischer Senator. Der Krieg gegen Iran zerstöre das Image des Weltpolizisten USA.
Das Gebäude des Föderationsrates Russlands in Moskau, 16. April 2025
Eine Reihe von Aspekten deutet darauf hin, dass der Konflikt im Nahen Osten dem Ansehen der USA deutlich geschadet hat. Darauf macht Alexei Puschkow, Abgeordneter im Föderationsrat Russlands (dem Oberhaus des Parlaments), in einem sozialen Netzwerk aufmerksam.
Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran sei mehr als ein Monat vergangen, schreibt Puschkow in einem auf Telegram veröffentlichten Post. Die USA könnten das Land des Globalen Südens jedoch immer noch nicht überwältigen, dessen Bruttoinlandsprodukt (BIP) um ein Vielfaches kleiner sei als das der USA.
Ferner betont der russische Senator, dass die iranischen Streitkräfte mehrere massive Angriffe auf US-Stützpunkte in der Golfregion durchgeführt haben. Teheran habe damit gezeigt, dass die US-amerikanische Militärpräsenz ein Risikofaktor sei. Die Basen garantierten keine Sicherheit, vielmehr gefährdeten diese direkt.
Darüber hinaus weist Puschkow auf die Unfähigkeit Washingtons hin, die wichtigste Ölroute der Welt – die Straße von Hormus – zu öffnen. Dazu komme das Bestreben der USA, sich der Verantwortung zu entziehen und die Aufgabe an andere Länder zu delegieren. Diese Umstände zerstörten das Image der USA, die als Weltpolizist und Garant für globale Energieversorgung aufträten, meint der russische Politiker.
"Schließlich verschärfen widersprüchliche Aussagen aus Washington die Lage und erwecken den Eindruck von Chaos und Verwirrung. Die USA hatten keine andere Strategie, als auf einen Regimewechsel zu setzen. Als dies nicht schnell erreicht werden konnte, geriet alles aus den Fugen."
Am 28. Februar hatten die USA und Israel eine groß angelegte Operation gegen Iran begonnen. Tel Aviv erklärte, Ziel sei es, das Land am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Washington drohte seinerseits mit der Zerstörung der iranischen Marine und Rüstungsindustrie. US-Präsident Donald Trump rief die iranische Bevölkerung zum Sturz der Regierung auf.
Iran reagiert auf die Aggression mit Angriffen auf Ziele auf israelischem Territorium sowie auf US-Militäreinrichtungen in der gesamten Golfregion.
Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen, wodurch die Kraftstoffpreise weltweit kräftig steigen. Über die Route werden etwa ein Viertel bis ein Drittel der weltweiten Öltransporte sowie rund ein Fünftel des Flüssigerdgashandels (LNG) abgewickelt.
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