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Moskau: Militärische Abenteuer der NATO hatten stets verheerende Folgen

Das russische Außenministerium wirft der NATO vor, kriegerische Interventionen weltweit durchzuführen. Das Ergebnis seien immer Chaos, zivile Opfer und weitere fatale Auswirkungen gewesen. Dies gelte auch für die Ukraine. Das Bündnis stehe im Dienst der "Goldenen Milliarde".
Moskau: Militärische Abenteuer der NATO hatten stets verheerende FolgenQuelle: Sputnik © Natalja Seliwjorstowa

Am 4. April 1949 ist die North Atlantic Treaty Organization (NATO) durch den Nordatlantikvertrag, bekannt auch als Washingtoner Vertrag, von den zwölf Gründerstaaten ins Leben gerufen worden. Seitdem kamen 20 weitere Staaten hinzu.

Russlands Außenministerium veröffentlichte aus diesem Anlass einen Beitrag auf Telegram. Seit ihrer Gründung habe sich das angebliche "Verteidigungsbündnis" stetig erweitert, betont die russische Behörde.

Und weiter:

"Die militärischen Abenteuer des Bündnisses in der ganzen Welt haben ausnahmslos zu Instabilität und Chaos geführt, aber auch direkt zivile Opfer sowie verheerende Auswirkungen zur Folge gehabt – beispielsweise in Jugoslawien, Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien, der Ukraine und anderswo."

Bereits im Jahr 2007 habe Russlands Präsident Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz unmittelbar darauf hingewiesen, dass die NATO nach dem Ende des Kalten Krieges eine destabilisierende Rolle in der Weltordnung spiele.

Die Erweiterung des Bündnisses habe laut Putin nichts mit der Modernisierung der Organisation selbst oder der Gewährleistung der Sicherheit in Europa zu tun. "Im Gegenteil, es ist ein ernsthafter Störfaktor, der das gegenseitige Vertrauen abbaut."

Zugleich betont das Außenministerium in Moskau, die Sowjetunion und Russland hätten zu verschiedenen Zeiten immer wieder Annäherungsversuche an die NATO unternommen. Sie brachten sogar die Möglichkeit eines Beitritts zum Bündnis ins Spiel, mit dem Ziel, ein umfassendes Sicherheitssystem in Europa zu schaffen. "Die westlichen Länder lehnten diese Vorschläge jedoch ab", heißt es im Beitrag der Behörde.

"Und bis heute war und ist die Nordatlantische Allianz ein Mittel dafür, um die Interessen der 'Goldenen Milliarde' mit Gewalt zu sichern."

Die "Goldene Milliarde" bezeichnet aus russischer Sicht die Eliten der USA, Westeuropas und Japans, die die Auffassung teilen, die globalen Ressourcen würden nur für eine Milliarde Menschen reichen. Der Westen wolle daher die anderen Länder durch militärische und wirtschaftliche Maßnahmen in einem unterentwickelten Zustand als Rohstofflieferanten und Sondermülldeponien halten und deren Bevölkerung reduzieren.

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