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Doppelstandards im Sport: Ukraine hysterisch wegen russischer Turnerin

Bei einer Siegerehrung während des Weltcups in Sofia wandte sich die in neutralem Status auftretende russische Turnerin Sofia Ilterjakowa der ukrainischen Fahne nicht zu. Die Trainerin verweist auf die Unerfahrenheit der 15-Jährigen, während der ukrainische Turnerverband die Disqualifizierung Ilterjakowas fordert.
Doppelstandards im Sport: Ukraine hysterisch wegen russischer TurnerinQuelle: Sputnik © Grigori Sysojew / RIA Nowosti

Der ukrainische Turnverband fordert, der Russin Sofia Ilterjakowa wegen eines Vorfalls während der Siegerehrung beim Turnerweltcup in Sofia den neutralen Status zu entziehen.

Am Montag belegte die 15-jährige Ilterjakowa, die unter neutraler Flagge antritt, den zweiten Platz in der Übung mit dem Reifen. Erste wurde die Ukrainerin Taisija Onofrijtschuk, Dritte die Italienerin Sofia Raffaelli. Als bei der Siegerehrung die Hymne der Ukraine erklang, wandten sich Onofrijtschuk und Raffaelli ihren Flaggen zu, während Ilterjakowa weiterhin mit dem Rücken zu ihnen stand.

"Der ukrainische Turnverband protestiert entschieden gegen das inakzeptable Verhalten einer russischen Turnerin, die unter neutralem Status antrat. Während der offiziellen Siegerehrung beim Weltcup in Sofia wandte sich Ilterjakowa absichtlich von der Flagge der Ukraine ab und zeigte damit offen ihre Missachtung gegenüber dem Staatssymbol unseres Landes und den Grundprinzipien der Olympischen Charta", heißt es in der Erklärung des Verbandes, der forderte, Ilterjakowas Ergebnis für ungültig zu erklären und ihr den neutralen Status zu entziehen.

Die Cheftrainerin der russischen Nationalmannschaft in der rhythmischen Sportgymnastik, Tatjana Sergajewa, betonte im Gespräch mit RIA Nowosti, dass Ilterjakowa erst in dieser Saison von der Junioren- in die Erwachsenenklasse gewechselt sei. Die Sportlerin nahm zum ersten Mal an einem Wettkampf auf Weltcup-Niveau teil. "Während der Siegerehrung war Sofia vielleicht etwas verwirrt – für eine Sportlerin, die zum ersten Mal auf einem solchen Niveau antritt, ist das völlig normal", merkte sie an.

Am 1. April 2026 veröffentlichte der Internationale Turnverband eine Erklärung, in der er mitteilte, dass wegen des Vorfalls ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde und weitere Maßnahmen gemäß den geltenden Vorschriften festgelegt werden.

Bezeichnend ist, dass Sportverbände auf gleiches Verhalten ukrainischer Sportler in keiner Weise reagieren. Beispielsweise folgten keine Sanktionen, als der ukrainische Ringer Artur Kostjuk bei der Ringer-Europameisterschaft für Athleten unter 23 Jahren im März in Serbien während der Siegerehrung vom Podium herunterstieg und den Flaggen den Rücken zuwandte, als die Hymne zu Ehren eines russischen Athleten erklang.

Ebenso gab es keine Folgen für die Ukrainerin Taisija Onofriitschuk, die mehrfach durch unsportliches Verhalten aufgefallen war. So lehnte sie gemeinsame Fotos mit neutralen Sportlern ab, darunter auch mit Alina Gornosko bei der Weltcup-Etappe 2026 in Sofia. Im Jahr 2025 wandte sie sich während einer Siegerehrung selbst nicht ihrer Flagge zu.

Auch beim Weltcup in der Sportakrobatik 2026 im portugiesischen Maia wandte sich das ukrainische Paar Iwan Labunez und Euphrosinia Kryvitskaya während der Siegerehrung nicht den hinter ihnen aufgestellten Flaggen zu, was folgenlos blieb. 

Auf dem AEON Cup 2025 in Tokio streckten russische Sportlerinnen, die unter neutraler Flagge antraten, dem ukrainischen Team zur Gratulation die Hände entgegen. Diese Geste blieb unbeantwortet, während die Athleten, die den dritten Platz belegten, einen Händedruck erhielten.

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