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Sondergesandter Dmitrijew: Europa muss Russophobie aufgeben und EU-Spitze austauschen

Europa steht kurz vor einem "verheerenden Tsunami" in der Energieversorgung, meint der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew. Die europäischen Politiker müssten ihre strategischen Fehler eingestehen und die komplette Führung in Brüssel auswechseln.
Sondergesandter Dmitrijew: Europa muss Russophobie aufgeben und EU-Spitze austauschenQuelle: Sputnik © ALEXEI NIKOLSKI

In einem im Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Beitrag hat der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, Kirill Dmitrijew, auf einen Medienbericht reagiert, wonach sich Europa angesichts des Nahost-Konflikts auf einen "längerfristigen Energieschock" vorbereiten müsse.  

Europa habe eine falsche Energiepolitik betrieben und müsse dies nun zugeben, meint der russische Sondergesandte. Die europäischen Politiker müssten ihm zufolge ihre strategischen und geopolitischen Fehler eingestehen, ihre Schuld wiedergutmachen, die EU-Spitze austauschen, aber auch ihre russlandfeindliche Haltung aufgeben.

Dmitrijew führt dazu weiter aus:

"Wie vorhergesagt, wird Europa bald von einem verheerenden Energietsunami heimgesucht werden. Wie bereits mehrfach erläutert wurde, braucht Europa Russland zum Überleben."

Zuvor berichtete die Financial Times (FT), das Ausmaß der durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelösten Energiekrise werde weiterhin unterschätzt. "Wir hoffen zwar auf das Beste, müssen uns aber auf das Schlimmste einstellen", heißt es in dem Bericht.

Viele seien zunächst davon ausgegangen, dass die kriegsbedingten Engpässe auf der wichtigen Straße von Hormus nur wenige Tage, maximal zwei Wochen dauern würden, bevor sich der Öl- und Gastransport wieder normalisiert.

"Die Energieversorgung lässt sich jedoch nicht so schnell wiederherstellen, wie das Wasser wieder fließt, wenn man den Wasserhahn aufdreht", gibt die FT zu bedenken. Europa müsse sich auf längere Unterbrechungen der Energielieferungen einstellen.

Ende Januar hatten 27 EU-Mitgliedstaaten die Verordnung zur Einstellung der Einfuhren von Pipeline-Gas und Flüssigerdgas (LNG) aus Russland in die EU angenommen. Ein vollständiges Verbot wird demnach für LNG-Einfuhren ab Anfang 2027 und für Importe von Pipeline-Gas ab Herbst 2027 wirksam.

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