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Kreml bestätigt eine Pause der trilateralen Gesprächen bezüglich der Ukraine

Laut dem Kremlsprecher Dmitri Peskow seien die Verhandlungen im trilateralen Format zwischen Russland, den USA und der Ukraine derzeit ausgesetzt. Moskau werde jedoch weiterhin mit der Ukraine über den Austausch von Gefangenen in Kontakt bleiben.
Kreml bestätigt eine Pause der trilateralen Gesprächen bezüglich der UkraineQuelle: Sputnik © Michail Woskresenski

Die trilateralen Verhandlungen zwischen Moskau, Kiew und Washington zur Beilegung des Konfliktes in der Ukraine seien derzeit auf Pause. Dies erklärte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, gegenüber der Zeitung Iswestija. Ihm zufolge setze Kirill Dmitrijew, Wladimir Putins Sonderbeauftragter für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, die bilateralen Kontakte mit der US-Seite in Wirtschaftsfragen weiterhin fort. Peskow sagte: "Kirill Dmitrijew arbeitet weiter. Die dreiseitige Gruppe ist auf Pause."

Darüber hinaus würden Moskau und Kiew den Austausch von Kriegsgefangenen fortsetzen. "Die Arbeit in diesem Bereich wird unbedingt fortgesetzt", versicherte der Kremlsprecher. In dem Iswestija-Beitrag wird angemerkt, dass der letzte Gefangenenaustausch dank der in Genf am 17. und 18. Februar erzielten Vereinbarungen durchgeführt worden sei. 

In einem Gespräch mit dem Blatt sagte der stellvertretende Außenminister Russlands, Michail Galusin, der an dem Friedensprozess teilnimmt, dass derzeit kein Termin und Austragungsort für das Treffen im trilateralen Format festgelegt worden seien. Ihm zufolge sei die Agenda noch nicht vollständig ausgearbeitet worden, aber die Frage der Territorien gehört weiterhin zu den wichtigsten. Russland fordere den Abzug der ukrainischen Armee aus dem Donbass, während Kiew sich weigere, seine Truppen zurückzuziehen.

Das Blatt erinnerte daran, dass Wladimir Putin die grundlegenden Prinzipien für die Beilegung des Konfliktes noch im Juni 2024 formuliert hatte. Zu ihnen gehören unter anderem die Anerkennung der Krim und der neuen russischen Regionen (DVR, LVR, die Gebiete Cherson und Saporoschje) als Subjekte der Russischen Föderation sowie die Aufhebung aller westlichen Sanktionen gegen Moskau. Diese Position sei für Moskau "eine Grundsatzfrage" und werde "im Dialog mit allen interessierten Staaten" betont, sagte Galusin gegenüber der Zeitung.

Am Montag erklärte Peskow gegenüber Journalisten, dass es aufgrund einer Änderung der Prioritäten der US-Händler eine Pause in den Verhandlungen gebe. "In der Tat haben die amerikanischen Unterhändler, sagen wir so, andere Prioritäten. Sie haben in anderen Bereichen viel zu tun, was gut verständlich ist", so der Kremlsprecher.

Am Sonntag berichtete die Zeitung Financial Times unter Berufung auf europäische Beamte, dass sich der von den USA angeführte Friedensprozess in der Ukraine verzögere, weil Donald Trump das Interesse an den Gesprächen verliere. Der Konflikt im Nahen Osten habe Trumps Aufmerksamkeit vom Friedensabkommen abgelenkt. 

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