
Kanada provoziert Russland in der Arktis: Neuer Militarisierungsplan wegen "russischer Bedrohung"

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat einen Plan in Höhe von mehreren Milliarden Dollar angekündigt, um die militärische Präsenz des Landes in der Arktis zu verstärken. Unter Berufung auf eine vermeintliche Bedrohung durch Russland hat die NATO – zu der auch Kanada gehört – in den letzten Jahren ihre militärische Präsenz in dieser strategisch wichtigen Region ausgebaut.
Moskau hat die Bedrohungsvorwürfe zurückgewiesen und erklärt, das Militärbündnis betrachte die Arktis als "Brückenkopf für mögliche Konflikte". Russland werde daher auf die militärische Aufrüstung der NATO in der Region reagieren, in der es mehr als die Hälfte der gesamten Küstenlinie besitzt, warnte der russische Präsident Wladimir Putin.

Am Donnerstag erklärte Carney, Kanada werde 35 Milliarden kanadische Dollar (25,7 Milliarden US-Dollar) in "nach vorne operierende Einsatzstandorte" in den arktischen Gemeinden Yellowknife, Inuvik und Iqaluit sowie an mehreren anderen Standorten investieren. Der Plan sieht unter anderem die Modernisierung von Militärflugplätzen sowie den Bau von Hangars, Munitions- und Treibstofflagern vor. So soll das kanadische Militär in der Lage sein, "schnell zu reagieren und ganzjährig Einsätze zu unterstützen".
Laut dem kanadischen Premier wird die neue militärische Infrastruktur Kanadas Abhängigkeit von anderen NATO-Mitgliedstaaten bei der Machtprojektion im hohen Norden verringern. Zuvor hatte NATO-Generalsekretär Mark Rutte noch erklärt, die Mitgliedstaaten würden in der Arktis "zusammenarbeiten", um "diesen Teil des NATO-Territoriums zu verteidigen".
Anfang dieses Monats warnte der russische Botschafter in Norwegen Nikolai Kortschunow vor einem "Konfrontationsrausch" der NATO in der Region. Dabei ging er davon aus, dass das westliche Militärbündnis eine teilweise oder vollständige Seeblockade gegen Russland in Erwägung ziehe. Und im vergangenen März erklärt Putin hatte, Moskau sei "besorgt darüber, dass die NATO-Staaten insgesamt den hohen Norden immer häufiger als Brückenkopf für mögliche Konflikte ausmachen und den Einsatz von Truppen unter diesen Bedingungen üben".
Zwar habe Russland noch nie jemanden in der Arktis bedroht, doch werde es keine Eingriffe in seine Souveränität dulden und seine nationalen Interessen in der Region "zuverlässig schützen", so Putin.
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