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Vizeregierungschefin Díaz: Spanien hat keine Angst, den USA die Stirn zu bieten

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Spaniens, Yolanda Díaz, hat erklärt, dass ihr Land keine Angst habe, sich dem US-Präsidenten entgegenzustellen. Donald Trump habe einen globalen Notstand ausgerufen und alle Regeln gebrochen.
Vizeregierungschefin Díaz: Spanien hat keine Angst, den USA die Stirn zu bieten© Urheberrechtlich geschützt

Spaniens Vizeministerpräsidentin und Gründerin des linken Bündnisses Sumar, Yolanda Díaz, hat in einem Interview erklärt, ihr Land fürchte die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Handelsbeziehungen abzubrechen, nicht. Spanien habe keine Angst, den USA die Stirn zu bieten, stellte die Politikerin in einem Gespräch mit dem Nachrichtenportal Politico klar.

"Trump hat einen globalen Notstand ausgerufen und alle Regeln gebrochen", sagte Díaz.

"In diesen Momenten des Schmerzes und der absoluten Unsicherheit müssen die Spanier in ihrer Reaktion mutig sein."

Des Weiteren kritisierte Díaz die EU scharf, weil sie sich ihrer Ansicht nach von Trump mit Füßen treten lasse. Der US-Präsident habe keinen Respekt vor denen, die versuchen, seine Vasallen zu werden, betonte die spanische Vizeregierungschefin. "Was Europa heute braucht, ist Führung, keine Vasallen, die Trump Tribut zollen", erklärte Díaz gegenüber Politico.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington am 3. März hatte Donald Trump die spanische Regierung als "schrecklich" bezeichnet und mit dem Abbruch sämtlicher Handelsbeziehungen gedroht. Daraufhin warf Madrid Merz vor, er habe danebengestanden und geschwiegen, statt seinen europäischen Partner zu unterstützen.

Zuvor hatte die spanische Regierung die Angriffe der USA und Israels auf Iran scharf verurteilt. Díaz bezeichnete die Militäroperationen als "illegitim" und forderte, dass von jedem EU-Regierungschef erwartet werden müsse, sich "für die Verteidigung des Völkerrechts" auszusprechen. Spanien hatte den USA auch untersagt, ihre Luftwaffenstützpunkte auf spanischem Boden für Einsätze gegen Iran zu nutzen.

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