
Libanon: WHO untersucht Einsatz von Phosphorgranaten durch Israel

In einem Bericht vom Montag hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) Israel vorgeworfen, bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon am 3. März weißen Phosphor eingesetzt zu haben. Man habe demnach sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können. Die Organisation berichtete von schweren Folgen für Zivilisten.
"Wir haben die Berichte erhalten", teilte Libanons Vertreter in der WHO, Dr. Abdinasir Abubakar, bei einem Pressebriefing in Genf mit.
"Wir haben Krankenhäuser kontaktiert. Bislang liegen keine Informationen über Verletzungen im Zusammenhang mit der Verwendung von Phosphor oder anderen Chemikalien vor, die möglicherweise zuvor verwendet wurden. Wir leiteten eine Untersuchung ein und beobachten die Situation, um betroffene Personen zu identifizieren."

Laut Abubakar sollten einige Gebiete, in denen Israel die Phosphorgranaten eingesetzt haben könnte, evakuiert werden, doch viele Menschen entschieden sich dafür, ihre Häuser nicht zu verlassen. Es bestehe die Gefahr, dass diese Zivilisten sich in der Risikozone befinden und durch eine Kontamination mit weißem Phosphor gefährdet seien.
Am 2. März verkündete die israelische Armee den Beginn einer Offensive im Libanon. Am frühen Morgen jenes Tages wurden mehrere Raketen aus dem Libanon auf Ziele in Israel abgefeuert. Die libanesische Hisbollah-Bewegung bekannte sich zu dem Angriff. Die israelische Armee reagierte mit massiven Luftangriffen auf Wohngebiete des arabischen Staates, darunter die Hauptstadt Beirut.
Weißer Phosphor ist eine chemische Substanz, die in Artilleriegeschossen, Bomben und Raketen verwendet wird und sich bei Kontakt mit Sauerstoff entzündet. Er kann Häuser, landwirtschaftliche Flächen und andere zivile Objekte in Brand setzen.
Menschen, die weißem Phosphor ausgesetzt sind, können Atemwegsschäden, Organversagen und andere lebensverändernde Verletzungen erleiden, darunter Verbrennungen, die extrem schwer zu behandeln sind und nicht mit Wasser gelöscht werden können. Gemäß dem humanitären Völkerrecht ist der Einsatz von weißem Phosphor in besiedelten Gebieten rechtswidrig.
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