
Indien hält Ölexport trotz Nahost-Krise aufrecht

Indien plant offenbar nicht, den Export von Raffinerieöl trotz der Eskalation im Nahen Osten und der angespannten Lage auf den Energiemärkten zu begrenzen. Dies berichtete The Times of India unter Berufung auf Regierungsquellen.
Demnach verfügt das Land über ausreichende Vorräte an Benzin, Diesel und Flugkraftstoff. Die strategischen Ölreserven Indiens seien ausschließlich für den Fall tatsächlicher Lieferunterbrechungen vorgesehen und nicht dazu bestimmt, die globalen Märkte zu beeinflussen, erklärten Quellen gegenüber Press Trust of India (PTI).
"Unsere Politik stellt die nationalen Interessen Indiens an erste Stelle. Indien trägt keine Verantwortung für die Krise, die die Ölpreise in die Höhe getrieben hat. Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, müssen Bedingungen schaffen, um die Kosten zu senken."
Indien ist lediglich assoziiertes Mitglied der Internationalen Energieagentur (IEA) und daher nicht verpflichtet, den Aufrufen der Agentur zur koordinierten Freigabe strategischer Ölreserven zu folgen.
Das Land ist der drittgrößte Ölimporteur und -verbraucher der Welt. Seine strategischen Reserven betragen derzeit rund 5,3 Millionen Tonnen, während die nationalen Lager zu etwa 80 Prozent gefüllt sind.

Die Spannungen auf dem Energiemarkt stehen im Zusammenhang mit der Eskalation im Nahen Osten. Nach Beginn der militärischen Operation der USA und Israels gegen Iran drohte Teheran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu beschränken – den wichtigsten Transitkorridor für Ölexporte aus dem Persischen Golf. Zugleich erschweren regelmäßige Angriffe Irans auf Tanker, die die Route passieren wollen, den Energieimport in die USA, nach Europa und nach Asien. China deckt rund 45 Prozent seines Ölbedarfs im Nahen Osten.
Vor diesem Hintergrund einigten sich am Montag die Energieminister der G7 auf Maßnahmen zur Sicherung der globalen Öl- und Gasversorgung. Für Dienstag ist ein weiteres Online-Treffen geplant, bei dem die mögliche Umsetzung des IEA-Aufrufs zur koordinierten Freigabe von Ölreserven angesichts der starken Preisschwankungen diskutiert werden soll.
Die Unsicherheit an den Märkten ließ die Ölpreise zuletzt deutlich steigen. Am Vortag überschritt der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erstmals seit einiger Zeit wieder die Marke von 100 US-Dollar, berichtet die Zeitung Kommersant. Am Dienstag fiel der Brent-Future jedoch um mehr als sechs Prozent auf 92,54 US-Dollar.
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