
Vizepremier: Russland wird Gaslieferungen an die EU auf andere Märkte umleiten

Russische Unternehmen werden in Kürze einen Teil ihrer Flüssigerdgaslieferungen (LNG) aus Europa in befreundete Länder wie China, Indien, Thailand und die Philippinen umleiten, kündigte Vizepremierminister Alexander Nowak an.
Er stellte klar, dass die Unternehmen nicht auf neue Beschränkungen der Europäischen Union (EU) warten würden. Nowak sagte:
"Unsere Unternehmen prüfen die Möglichkeit, neue langfristige Verträge mit unseren Partnern abzuschließen, ohne auf weitere Beschränkungen aus Europa zu warten, und einen Teil des Gases aus Europa in andere Länder, darunter Indien, Thailand, die Philippinen und die Volksrepublik China, umzuleiten."

Am 4. März hatte Präsident Wladimir Putin angekündigt, er werde die Regierung anweisen, einen möglichen Rückzug Russlands vom europäischen Gasmarkt zu prüfen, bevor die EU neue Beschränkungen für russische Kohlenwasserstoffe verhängt.
Der Präsident merkte jedoch damals an, dies sei noch "nur ein Gedankenspiel" und fügte hinzu, das Ministerkabinett werde gemeinsam mit den Unternehmen die Machbarkeit eines solchen Schrittes prüfen. Laut Putin weichen die Lieferanten angesichts der Eskalation im Nahen Osten, der Schließung der Straße von Hormus und dem Auftreten zahlungskräftigerer Käufer auf lukrativere Märkte aus. Putin sagte:
"Hier steckt nichts dahinter, keinerlei politisches Motiv. Reines Geschäft, nichts weiter."
Ein vollständiges Verbot russischer Gasimporte in die Europäische Union tritt im März in Kraft. Für bestehende Verträge über Flüssigerdgas (LNG) gilt eine Übergangsfrist bis 2027, für Pipelinegas bis zum 30. September 2027.
Die Europäische Kommission hat angekündigt, die russischen Energielieferungen ab 2022, dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine, schrittweise einzustellen. Infolgedessen sehen sich die europäischen Länder bereits mit einem Rückgang der Industrieproduktion, sinkender Wettbewerbsfähigkeit und steigenden Preisen konfrontiert, so der russische Präsident.
Mehr zum Thema – Putin: Russland könnte Gaslieferungen nach Europa "sofort" stoppen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.