
Russlands Sondergesandter Dmitrijew: EU steuert auf kompletten Energiekollaps zu

In einem im Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Beitrag kritisiert der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland Kirill Dmitrijew die Energiepolitik der europäischen Spitzenpolitiker. "Mit ihrer Entscheidung, auf russische Energieimporte zu verzichten, schossen sie sich selbst so oft ins Knie, dass sie keine Füße mehr haben", spottet Dmitrijew.
In Europa beginne nun eine neue Ära, meint der russische Sondergesandte. Es ist ihm zufolge die Ära "des kompletten Energiekollapses und des Bankrotts", was auf "die idiotischen Entscheidungen" von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und weiterer russlandfeindlicher Politiker zurückzuführen sei.
Dmitrijew führt hierbei aus:
"Die EU sucht händeringend nach einer Lösung für ihre Energieprobleme. Wie wäre es mit der realistischsten Option: Ursula und Kaja entlassen und anfangen, um russische Energieimporte zu betteln?"

In Europa steigen die Gaspreise seit Montag massiv. An der Börse in Amsterdam wurde für eine Megawattstunde (MWh) europäisches Erdgas am Dienstag in der Spitze knapp 66 Euro bezahlt – so viel wie seit drei Jahren nicht mehr.
Hintergrund der aktuellen Gaspreis-Explosion ist unter anderem, dass Katar seine Gasexporte ausgesetzt haben soll. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy fuhr die Gasverflüssigung vollständig herunter. Der Golfstaat Katar ist einer der weltweit wichtigsten LNG-Produzenten.
Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten, sagte Katars Energieminister Saad al-Kaabi der Financial Times. Dann sei ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar je Barrel (159 Liter) möglich.
Der Iran-Krieg und die Sorge vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus haben den Ölpreis bereits stark nach oben getrieben. Am heutigen Freitag stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 87,66 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024.
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