
Handelsprojekte mit USA? Moskau fordert Verzicht auf massiven Druck

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat der russische Vizeaußenminister, Sergei Rjabkow, bekräftigt, dass Russland und die USA die Umsetzung wirtschaftlicher Projekte verschiedener Art besprechen. Laut dem Diplomaten habe die US-Seite zuvor die Einrichtung einer bilateralen Arbeitsgruppe zu diesem Zweck vorgeschlagen. Russland habe der Initiative zugestimmt.
Auf russischer Seite wird die Arbeitsgruppe von Kirill Dmitrijew, dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, geleitet. Die US-amerikanische Seite wird von Steve Witkoff, dem Sondergesandten des US-Präsidenten, vertreten.
Die Gespräche in dem Format seien vertraulich und beträfen unter anderem die Möglichkeit, gemeinsame Fonds einzurichten und weitere bilaterale Projekte umzusetzen, berichtete Rjabkow im Interview. Die Parteien gingen ihm zufolge von der Tatsache aus, dass beide Länder über ein enormes Potenzial für die Kooperation in einer Vielzahl von Bereichen verfügten.
In dem Zusammenhang führte Russlands Vizeaußenminister aus:
"Dabei ist aber die wichtigste Voraussetzung für die Realisierung der wahrhaft kolossalen Chancen, die die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Ländern bieten, der Verzicht Washingtons auf die Versuche, einen massiven Druck auf uns auszuüben."

Rjabkow sprach hierbei von der Schaffung "umfassender einseitiger Hindernisse" für die Entwicklung des Handels, des Investitionsaustauschs und weiterer Verbindungen.
Das erste Treffen zwischen Dmitrijew und Witkoff fand am 23. Januar in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), statt.
Angesprochen auf die Ukraine-Gespräche mit den USA, sagte der hochrangige russische Diplomat, dass "wir einen grundsätzlich konstruktiven Dialog führen". Moskau erwarte, dass die entsprechenden Aktivitäten in verschiedenen Formaten fortgesetzt würden, "doch unsere oberste Priorität bleibt in jedem Fall die Verwirklichung der Ziele der militärischen Spezialoperation, sei es mit diplomatischen oder militärischen Mitteln", stellte Rjabkow klar.
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