
Bloomberg: Indien will wegen Iran-Krise verstärkt russisches Öl kaufen

Indien versucht, von den USA eine vorübergehende Genehmigung für den Kauf von russischem Öl zu erhalten, schreibt die US-Agentur Bloomberg. Durch die Unterbrechung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus hat Indien etwa die Hälfte seiner gesamten Ölimporte verloren. Gleichzeitig haben sich in der Nähe seiner Gewässer fast zehn Millionen Barrel russisches Rohöl auf Tankern angesammelt.

Am vergangenen Wochenende trafen sich Vertreter indischer Ölraffinerien und Regierungsbeamte, um Notfallpläne auszuarbeiten, berichtet Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen. Das Problem mit den Lieferungen entstand aufgrund der Kampfhandlungen im Nahen Osten. Die Hälfte der Öllieferungen kam aus arabischen Ländern über die Straße von Hormus nach Indien, doch nun ist diese Route durch die Bombardierungen gefährdet. Russische Tanker hingegen können die Küste Indiens ohne Probleme erreichen. Wie Bloomberg-Gesprächspartner berichten, wollen Mitarbeiter des Außenministeriums diese Frage jedoch zunächst mit Washington besprechen.
Am Montag erklärte das indische Ölministerium in einem Beitrag in dem sozialen Netzwerk X, dass es die Situation weiterhin beobachtet und "alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit der wichtigsten Erdölprodukte im Land sicherzustellen".
Zu den für Indien relevanten Alternativen gehören die Nutzung strategischer Reserven, die Beschleunigung der Lieferungen aus Venezuela und die Förderung der heimischen Produktion. Indische Raffinerien haben sich auch an das saudische Unternehmen Saudi Aramco gewandt mit der Bitte, die Ölförderung über die Pipeline zum Hafen von Yanbu am Roten Meer zu erhöhen, um die Route durch die Straße von Hormus teilweise zu umgehen. Im Falle einer anhaltenden Krise wird auch eine Beschränkung der Kraftstoffexporte in Betracht gezogen, um vorrangig den heimischen Markt zu versorgen.
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