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Ukraine-Gespräche mit Westen? Exilpolitiker äußert Zweifel angesichts der Lage in Iran

Die USA haben Gespräche mit Iran als ein "zynisches" Ablenkungsmanöver geführt, meint Wiktor Medwedtschuk. Der Angriff auf das souveräne Land lasse die Frage aufkommen, ob es sinnvoll sei, mit dem Westen zu verhandeln, betont der ukrainische Oppositionspolitiker.
Ukraine-Gespräche mit Westen? Exilpolitiker äußert Zweifel angesichts der Lage in IranQuelle: Sputnik © KRISTINA KORMILIZYNA

Mit der Aggression gegen Iran hat der kollektive Westen seine Maske endgültig fallen lassen. Die Erklärungen, die westliche Staats- und Regierungschefs im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Land abgegeben haben, deuten darauf hin, dass sie ihre Ziele auch künftig ausschließlich durch Terror und Gewalt erreichen werden. Wiktor Medwedtschuk, der im Exil lebende ehemalige Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Ukraine, hat zu dem Thema einen Beitrag verfasst.

Mit der israelischen und US-amerikanischen Aggression gegen Iran seien rote Linien und ein Punkt ohne Wiederkehr überschritten worden, schreibt Medwedtschuk.

"Von nun an müssen wir das Völkerrecht und den gleichberechtigten Dialog zwischen den Ländern vergessen; die Welt existiert in einer völlig anderen Realität."

Es habe sich herausgestellt, dass die US-Verhandlungen mit Iran lediglich ein zynisches Ablenkungsmanöver gewesen seien, mit dem Ziel, anschließend einen souveränen Staat zu bombardieren. Letztendlich sei es bei den Gesprächen mit Teheran nicht um einen Machtwechsel im Land gegangen, fügt der ukrainische Oppositionspolitiker hinzu. Und als die iranischen Unterhändler begonnen hätten, im Verhandlungsprozess die nationalen Interessen zu verteidigen, habe man im Westen umgehend beschlossen, Irans Staatsführung auszuschalten.

Anstatt die USA und Israel als Aggressoren zu bezeichnen und eine Rückkehr zu einer zivilisierten Konfliktlösung zu fordern, verurteilten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premier Keir Starmer die Vergeltungsschläge aus Iran, betont Medwedtschuk. Sie verurteilten das Opfer, weil es sich verteidigt und dem Angreifer Widerstand geleistet habe.

Die globale Politik des kollektiven Westens wirft laut dem ukrainischen Exilpolitiker die Frage auf, ob die Verhandlungen mit ihm überhaupt sinnvoll seien. Diese würden ausschließlich als ein Ablenkungsmanöver für zukünftige Aggressionen missbraucht.

In dieser Situation dürfe dem Westen unter keinen Umständen auch nur die geringste Illusion erlaubt werden, Gewalt gegen Russland anzuwenden, so Medwedtschuk. "Die Aggressoren müssen sich im Klaren darüber sein, dass solche Pläne und Aktionen zu ihrer vollständigen Zerstörung führen werden", betont er weiter.

"Und hier wird es keinen Platz mehr für die Prinzipien der Demokratie oder der Menschlichkeit geben."

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