Belgien meldet Beschlagnahmung eines Tankers der russischen Schattenflotte

Belgien hat in der Nordsee einen Tanker abgefangen, der angeblich zur russischen Schattenflotte gehört. Dies teilte der Verteidigungsminister des Landes, Theo Francken, auf X mit:
"In den letzten Stunden sind unsere Streitkräfte mit Unterstützung der französischen Verteidigungskräfte an Bord eines Öltankers gelangt, der zur russischen Schattenflotte gehört. Derzeit wird das Schiff zum Hafen von Zeebrugge begleitet, wo es beschlagnahmt wird."
Später bestätigte der französische Präsident Emmanuel Macron auf X die Beteiligung des französischen Militärs an der Operation:
"Ein schwerer Schlag für die Schattenflotte: In der Nordsee haben unsere Hubschrauber der französischen Marine gestern Abend bei der Enterung eines unter internationalen Sanktionen stehenden Öltankers durch belgische Streitkräfte geholfen."
Macron begleitete den Beitrag mit einem Video vom Ort des Geschehens.
A major blow to the shadow fleet: in the North Sea, our French Navy helicopters helped last night in the boarding by Belgian forces of an oil tanker under international sanctions. Europeans are determined to cut off the sources of funding for Russia’s war of aggression… pic.twitter.com/CnoxyND7BB
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) March 1, 2026
Wie RTBF berichtete, handele es sich um den Tanker Ethera. Nach Angaben des Portals ist das Schiff 180 Meter lang und fährt unter guineischer Flagge. Der Tanker Ethera unterliegt Sanktionen der EU und der USA. Das US-Finanzministerium brachte ihn 2025 in Verbindung mit einem "umfangreichen Schifffahrtsimperium, das von Mohammad Hossein Schamchani kontrolliert wird". Nach Angaben des Ministeriums ist Hossein Shamchani der Sohn von Ali Schamchani, Admiral und Sekretär des iranischen Verteidigungsrates, der bei den Angriffen auf das Land am 28. Februar getötet wurde.
Wiederum erklärte die russische Botschaft in Belgien, dass sie keine offizielle Mitteilung der belgischen Behörden über die Tatsache und die Gründe für die Festsetzung des Öltankers Ethera erhalten habe. Der Behörde seien auch "keinerlei Informationen über die nationale Zusammensetzung seiner Besatzung" zur Verfügung gestellt worden. Derzeit unternehme die Botschaft die notwendigen Schritte, um zu klären, ob sich russische Staatsbürger an Bord befänden, und um im Falle einer Bestätigung ihre gesetzlichen Rechte zu gewährleisten, hieß es.
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