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Ex-Premier: Rohstoffe der Ukraine fast vollständig in der Hand globaler Konzerne

Kiew hat im Rahmen entsprechender Abkommen die natürlichen Ressourcen der Ukraine kostenlos an Großbritannien und die USA abgetreten. Dies erklärt der frühere ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow. Die USA würden aus dem Rohstoffdeal keinen Gewinn erzielen.
Ex-Premier: Rohstoffe der Ukraine fast vollständig in der Hand globaler Konzerne© Urheberrechtlich geschützt

Ausländische Konzerne und westliche Länder haben mittlerweile nahezu die vollständige Kontrolle über Land und Bodenschätze der Ukraine. Dies erklärte der ehemalige ukrainische Premierminister Nikolai Asarow in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Laut Asarow handele es sich um nahezu 100-prozentige fremde Kontrolle. Sämtliches Land in den unterschiedlichsten Eigentumsformen befinde sich im Besitz großer Agrarkonzerne wie Monsanto, so der frühere Regierungschef der Ukraine.   

Präsident Wladimir Selenskij habe im Rahmen entsprechender Abkommen die natürlichen Ressourcen der Ukraine kostenlos an Großbritannien und die USA abgetreten. In der modernen Ukraine besitze die Bevölkerung nichts, betonte Asarow weiter.

"Ich verstehe nicht, wofür die Menschen an der Front sterben. Für Selenskij, damit er sich die Taschen füllen kann?"

Der ehemalige Premier zeigte sich skeptisch, was die potenziellen Vorteile angeht, die die USA aus dem Rohstoffabkommen mit der Ukraine ziehen würden. Sie würden erst dann etwas verdienen, wenn sie enorme Mittel in die Erkundung von Lagerstätten investieren würden, meinte Asarow.

Die Tatsache, dass jemand auf einer Karte für Selenskij eine Stelle eingezeichnet und "Lithium-Lagerstätte" darauf geschrieben habe, bedeute überhaupt nicht, dass man morgen einen Bagger aufstellen und lithiumreiches Gestein abbauen könne. Die Abbau-Bedingungen seien extrem schwierig, die Konzentration der Mineralien sei jedoch sehr gering.

Asarow wörtlich im Interview:

"Es werden Technologien zur Anreicherung und Extraktion benötigt. Nichts davon existiert. Sie könnten entwickelt werden, wenn Milliarden investiert würden, was den Vereinigten Staaten von Amerika jedoch fehlt."

Die USA und die Ukraine haben sich Ende April 2025 auf die Einrichtung eines Wiederaufbaufonds geeinigt, der den Amerikanern einen privilegierten Zugang zu ukrainischen Ressourcen, darunter Metalle der Seltenen Erden, gewährt. Der künftige Wiederaufbaufonds solle nach Angaben der Regierung in Kiew in Projekte zur Förderung von Mineralien, Öl und Gas sowie in damit verbundene Infrastruktur investieren.

Die Ukraine und die USA werden demnach gemeinsam die zu finanzierenden Investitionsprojekte festlegen. Investiert werden dürfe nur in der Ukraine. Die Ukraine werde ihren Anteil am Fonds nicht aus bestehenden Rohstoffprojekten leisten, sondern 50 Prozent der Einnahmen aus künftigen Förderlizenzen oder Rohstoffverkäufen einzahlen.

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