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"Völliger Unsinn": Macron über Meinungsfreiheit im Internet

Der französische Präsident hat Zweifel an der Meinungsfreiheit im Internet geäußert. Laut Emmanuel Macron mangelt es den Algorithmen sozialer Netzwerke an Transparenz, da Nutzer heimlich von einem "hasserfüllten" Beitrag zum nächsten weitergeleitet werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Meinungsfreiheit im Internet als "völligen Unsinn", solange es keine Transparenz bei den Algorithmen der sozialen Netzwerke gebe, da die Nutzer seiner Ansicht nach heimlich von einem "hasserfüllten" Beitrag zum nächsten weitergeleitet würden. Während seiner Rede am All India Institute of Medical Sciences (AIIMS) in Neu-Delhi sagte der französische Staatschef:

"Ich meine, dass Meinungsfreiheit völliger Unsinn ist, wenn niemand weiß, wie man durch diese Meinungsfreiheit geleitet wird, insbesondere wenn man von einer Hassrede zur nächsten geleitet wird [...] Ich möchte rassistische Äußerungen, hasserfüllte Äußerungen und so weiter vermeiden."

Macron wies auf die Notwendigkeit eines transparenten Algorithmus hin. Der französische Staatschef fügte hinzu:

"Ich möchte übrigens eine Art öffentliche Ordnung aufrechterhalten."

Der Gründer des Messengers Telegram, Pawel Durow, hatte zuvor erklärt, dass Frankreich das einzige Land der Welt sei, das soziale Netzwerke strafrechtlich verfolgt, weil sie den Menschen Freiheit gewähren. Durow äußerte auch die Meinung, dass sich vor allem Beamte mit "niedriger Zustimmungsrate" für ein Verbot sozialer Netzwerke für Jugendliche einsetzen. Der Gründer von Telegram zählte Macron, den britischen Premierminister Keir Starmer, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und den spanischen Premierminister Pedro Sánchez zu diesen Beamten.

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