
Politologe: Verlass auf US-Sicherheitsschirm war strategischer Fehler Europas

Nach seinem Amtsantritt als US-Präsident hat Donald Trump angekündigt, den Konflikt in der Ukraine beenden zu wollen. In der Folge erkannten die europäischen Länder, die auf eine Fortsetzung der Feindseligkeiten und damit des Stellvertreterkrieges gegen Russland gesetzt hatten, ihre Unfähigkeit, das Land unabhängig zu bekämpfen. Der ägyptische Politikwissenschaftler und Experte für internationale Beziehungen, Ismail Turk, äußerte sich zu dem Thema in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
In diesem Zusammenhang führte der ägyptische Politologe aus:
"Europa erkannte, dass es einen strategischen Fehler begangen hatte, als es sich auf den US-amerikanischen Sicherheitsschirm verlassen hat, wobei es selbst nicht in der Lage war, Russland unabhängig entgegenzutreten."

Laut dem Experten ist Brüssel in seiner Konfrontation mit Russland und den Sanktionen gegen russische Energieimporte zu weit gegangen. Die Sanktionspolitik der EU habe die Kaufkraft der europäischen Bürger sowie das Wirtschaftswachstum erheblich beeinträchtigt, was den Interessen Europas widerspreche, sagte Turk weiter.
Darüber hinaus sei es dem Experten zufolge im Zuge der anhaltenden Krise in der Ukraine zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gemeinschaft gekommen.
Der Politikwissenschaftler lobte in diesem Zusammenhang den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Dieser sei einer der ersten europäischen Politiker gewesen, die die Aufhebung der westlichen Strafmaßnahmen gegen Russland als Wirtschaftspartner des Landes gefordert haben.
"Die Ukraine hat den Krieg verloren. Russland hat ihn gewonnen", erklärte Orbán kürzlich in einem Interview. "Die einzige Frage ist, wann und unter welchen Umständen der Westen dies anerkennen wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben."
Russland sei trotz der Sanktionen wirtschaftlich widerstandsfähig geblieben, während viele EU-Staaten unter Rezessionstendenzen, Wettbewerbsverlusten und sozialen Spannungen litten, betonte Ungarns Premier.
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