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Guterres: Mit Ablauf des New-START-Vertrages betritt die Welt "unbekanntes Neuland"

Mit dem Ablauf des New-START-Vertrages zwischen Russland und den USA entsteht eine Bedrohung für die globale Sicherheit, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. Die Welt betrete "unbekanntes Neuland". Der Vertrag zur Begrenzung von Atomwaffen ist am 5. Februar ausgelaufen.
Guterres: Mit Ablauf des New-START-Vertrages betritt die Welt "unbekanntes Neuland"© Urheberrechtlich geschützt

Das Ende des New-START-Vertrags zwischen Russland und den USA stellt einen "gravierenden Moment" für Frieden und Sicherheit der internationalen Gemeinschaft dar, warnte UN-Generalsekretär António Guterres. Seiner Ansicht nach betrete die Welt nun unbekanntes Neuland, in dem es erstmals seit mehr als 50 Jahren keine rechtsverbindlichen Beschränkungen für die Atomwaffenarsenale Moskaus und Washingtons mehr gebe.

Jahrzehntelange Abkommen über die Atomwaffenkontrolle hätten eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung der globalen Vorräte an Nuklearwaffen gespielt, führte Guterres weiter aus. Während des gesamten Kalten Krieges und in der Zeit danach habe die nukleare Rüstungskontrolle zwischen Russland und den USA dazu beigetragen, einer Katastrophe vorzubeugen, Stabilität zu schaffen und verheerende Fehlkalkulationen zu verhindern. Das Scheitern dieses Systems komme inmitten geopolitischer Spannungen, das Risiko eines Einsatzes von Atomwaffen sei aktuell so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Dieser Wendepunkt biete aber eine Gelegenheit, die Rüstungskontrolle neu zu überdenken, betonte Guterres und begrüßte Erklärungen sowohl des US-amerikanischen als auch des russischen Präsidenten, in denen die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens anerkannt wurde. Der UN-Generalsekretär forderte beide Seiten auf, unverzüglich zu den Verhandlungen zurückzukehren und sich auf einen Nachfolgevertrag zu einigen.

Der New-START-Vertrag wurde 2010 unterzeichnet und im folgenden Jahr ratifiziert. Das Abkommen begrenzte die Anzahl der strategischen Atomsprengköpfe in den Arsenalen Russlands und der USA auf 1.550 Stück. Am 5. Februar 2026 ist der Vertrag offiziell ausgelaufen.

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