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"Ich hätte getötet werden können" – Ehemaliges russisches Model in Epstein-E-Mails genannt

Das ehemalige russische Model Raisa Gluschko sagte gegenüber RT, dass sie möglicherweise von Jeffrey Epsteins Team ins Visier genommen worden ist. Wie aus der veröffentlichten Korrespondenz des Sexualstraftäters hervorgeht, gab es offenbar den Versuch, sie Anfang 2018 nach Indonesien zu locken.
"Ich hätte getötet werden können" – Ehemaliges russisches Model in Epstein-E-Mails genannt© Instagram

Das ehemalige russische Model Raisa Gluschko äußerte sich gegenüber RT zu der Tatsache, dass sie in der Korrespondenz des verstorbenen US-Finanzier und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein erwähnt wird. Sie habe ein potenziell tödliches Jobangebot abgelehnt, sagte die Russin. 

Die vom US-Justizministerium letzte Woche freigegebenen Akten aus Epsteins Nachlass enthalten eine E-Mail vom Februar 2018 an Epstein bezüglich der in der russischen Region Krasnodar ansässigen Agentur Shtorm Models, für die Gluschko früher arbeitete. In der E-Mail wird ein Model namens Raja erwähnt. Der Gründer von Shtorm, dessen Name geschwärzt ist, beschreibt sie als "sehr gut in Englisch" und "intelligent". Die E-Mail enthält außerdem zwei Links zu Gluschkos Profil auf der Webseite der Agentur.

Gluschko sagte gegenüber Medien, sie sei "schockiert" gewesen und habe die E-Mail zunächst für einen "blöden Scherz" gehalten. Später sei ihr jedoch klar geworden, dass sie "in die Sklaverei verkauft" oder "getötet" worden wäre. Gegenüber RT Russian erklärte sie am Sonntag, die Agentur habe ihr im März 2018 eine Geschäftsreise nach Indonesien angeboten.

"Ich habe abgelehnt, weil es zu gefährlich war, in ein Land zu reisen, in dem ich niemanden kannte. Hätte ich zugestimmt, wäre ich längst tot", sagte sie. Gluschko vermutete, dass die Agentur nichts von der Art der Reise wusste und dass Epsteins Komplizen sich als normale Kunden ausgegeben haben könnten.

"Sie könnten Mädchen von verschiedenen Agenturen abgeworben und Anrufe getätigt haben, während sie ihre wahren Absichten verschleierten", sagte sie. Gluschko bestritt, dass die Shtorm-Direktorin Dana Borisenko in Menschenhandel verwickelt sei.

Borisenko sagte, sie sei "schockiert und empört" über die "verleumderischen" Anschuldigungen bezüglich Verbindungen zu Epstein. "Weder ich noch meine Agentur haben etwas mit dieser Person oder der Situation zu tun. Jeder hätte einen Link mit dem Namen eines Models von der Webseite einer beliebigen Modelagentur kopieren und an jemanden weiterleiten können", schrieb sie auf Instagram.

Demokraten und einige Republikaner haben US-Präsident Donald Trump beschuldigt, seine eigenen Verbindungen zu Epstein vertuscht zu haben. Trump seinerseits beschuldigte die Demokraten, den "Epstein-Schwindel" zu benutzen, um ihn zu verleumden.

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