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Ukraine-Konflikt: Gespräche in Abu Dhabi auf kommende Woche verlegt

Die für heute angekündigten Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Konflikts wurden verschoben. In einem Beitrag auf X kündigt Wladimir Selenskij die Gespräche für Mittwoch und Donnerstag an. Bereits gestern fanden Gespräche zwischen Russland und den USA in Florida statt.
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In einem Beitrag auf der Plattform X informierte Wladimir Selenskij darüber, dass die für heute angekündigten Gespräche in Abu Dhabi erst am kommenden Mittwoch und Donnerstag stattfinden werden. Einen Grund für die Verzögerung nannte er nicht. 

"Unser Verhandlungsteam hat soeben seinen Bericht vorgelegt. Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi. Die Ukraine ist zu substanziellen Gesprächen bereit, und wir sind daran interessiert, dass das Ergebnis uns einem echten und würdevollen Ende des Krieges näherbringt", teilte Selenskij mit.

Bereits am Samstag traf der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew mit Vertretern der USA zusammen. Dmitrijew beschrieb das Treffen am Samstag in Florida als produktiv.

Dmitrijew traf in Florida auf Steve Witkoff, Jared Kushner, den Schwiegersohn von US-Präsident Trump, sowie auf Josh Gruenbaum. Gruenbaum nahm in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar zum ersten Mal an den Gesprächen teil. Zu jenem Zeitpunkt loteten die US-Diplomaten im Kreml mit Russlands Präsident Putin die Möglichkeiten für eine Verhandlungslösung aus. Die US-Unterhändler flogen im Anschluss weiter nach Abu Dhabi, wo erste trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA stattfanden. Diese Gespräche sollten planmäßig heute fortgesetzt werden.

Russland hat wiederholt unterstrichen, dass es eine dauerhafte Friedenslösung anstrebt. Konkret bedeutet das den Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt und Gebietsabtretungen.

Kiew begann unmittelbar nach dem Putsch im Jahr 2014, den Donbass zu bombardieren. Der Bürgerkrieg ließ sich auch durch internationale Vermittlungsbemühungen nicht befrieden. Die Ukraine sabotierte ‒ unterstützt von Deutschland und Frankreich ‒ die Umsetzung der Minsker Abkommen. Im Jahr 2022 spalteten sich die Donbasser Republiken ab und gliederten sich in die Russische Föderation ein. Die Abspaltung und Eingliederung erfolgten auf der Grundlage von Referenden. 

Die Westeuropäer dagegen halten an den Konfliktursachen fest. Sie erkennen die Abspaltung des Donbass nicht an und beharren darauf, NATO-Truppen in der Ukraine stationieren zu wollen. Sie stellen damit das größte Hindernis für eine Verhandlungslösung dar. Vertreter Westeuropas werden daher bislang nicht an den Verhandlungen beteiligt. Einen eigenen, zielführenden Vorschlag zur Beilegung des Konflikts haben die Westeuropäer bisher nicht präsentiert. Weder Brüssel noch Paris, Berlin oder London unterhalten diplomatische Kontakte nach Moskau.

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