
Strafe für "Schwanensee": Ukrainischer Ballettstar muss nach Europatournee an die Front

Dem Solisten des Balletts des Kiewer Taras-Schewtschenko-Opernhauses, Sergei Kriwokon, wurde wegen seiner Teilnahme an einer Gastspielreise in Europa mit dem Stück "Schwanensee" des russischen Komponisten Pjotr Tschaikowski die Wehrdienstbefreiung entzogen. Dies teilte die Nationaloper des Landes mit:
"Die Wehrdienstverschiebung von Sergei Kriwokon wurde aufgehoben."
Nun kann der Star jederzeit zum Militärdienst in die ukrainischen Streitkräfte einberufen werden. Zusammen mit ihm wirkte seine Frau, die Primaballerina des Opernhauses und Volkskünstlerin der Ukraine, Natalja Mazak, in der Inszenierung mit. Zuvor hatte sie sich gegen die Streichung von Werken russischer Komponisten aus dem Repertoire ausgesprochen. Die Oper teilte mit, dass beide Künstler derzeit im Urlaub seien, und fügte hinzu:
"Nach den Ergebnissen einer internen Untersuchung werden nach Ablauf ihres Urlaubs entsprechende Entscheidungen getroffen."

Am 22. Januar berichtete die ukrainische Zeitung Strana, dass die Solisten des Balletts der Nationaloper, Mazak und Kriwokon, wegen ihrer Tournee durch Europa mit "Schwanensee" entlassen werden könnten.
Die Teilnahme des Künstlers an dem europäischen Projekt wurde bekannt, nachdem Zuschauer in den sozialen Netzwerken ein Video gepostet hatten, das von der Ballerina Viktoria Swaritsch (die auch die Anzeige erstattet hatte) identifiziert worden war. Ihren Angaben zufolge nahmen Mazak und Kriwokon unbezahlten Urlaub, um sich dem Gastspielprojekt anzuschließen.
Das ukrainische Kulturministerium wies darauf hin, dass die Ballettkünstler mit ihrer Teilnahme an "Schwanensee" gegen die grundsätzliche Haltung des Theaters verstoßen hätten, Werke russischer Komponisten aus dem Repertoire zu streichen.
Schwanensee ist ein Ballett von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, das 1876 in vier Akten komponiert wurde. Es ist ein international anerkanntes Meisterwerk.
Mehr zum Thema – Schwule Paare und mollige Tänzerinnen: Royale Ballettschule setzt auf bizarre Reformen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.