
Neue Epidemie im Anmarsch? Russlands Behörden warnen vor indischem Nipah-Virus

Russlands Behörden äußern sich besorgt wegen aus Indien gemeldeter Infektionen mit dem Nipah-Virus. Man beobachte die Situation aufmerksam, hieß es am Sonntag in der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor.
Der Epidemiologe und Akademiker Alexander Ginzburg, erklärte auf Anfrage der Zeitung Wsgljad, worin die besondere Gefahr des Nipah-Virus besteht:
"Das Nipah-Virus gehört zu den Erregern besonders gefährlicher Infektionen. Im Grunde gibt es kein Medikament dagegen. Daher hängt die Genesung vom Immunsystem des Menschen ab. Bei einem schwachen Immunsystem drohen Komplikationen wie Sepsis, beidseitige Lungenentzündung und Meningitis. Und das kann tatsächlich zum Tod führen."

Ginzburg bestätigte, dass aufgrund des regen Flugverkehrs zwischen Russland und Indien eine "reale Gefahr" bestehe, dass Nipah in das Land eingeschleppt werden könnte. Seiner Meinung nach bestehe auch die Möglichkeit, dass eine Infektion trotz Quarantänemaßnahmen übersehen werde.
In der jüngeren Vergangenheit seien keine größeren Epidemien von Nipah registriert worden, aber in den letzten 25 Jahren sei es in Indien und Südostasien regelmäßig zu Krankheitsausbrüchen gekommen, an denen Dutzende Menschen gestorben seien. "In diesem Zusammenhang muss Russland eine Liste von Erregern von Infektionskrankheiten erstellen, gegen die wir Prototypen oder Konserven von Impfstoffen haben müssen. Unsere Spezialisten verfügen über alle dafür erforderlichen Technologien. Die Frage ist nur die staatliche Regulierung", meint der Epidemiologe.
Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet das Nipah-Virus als eines der gefährlichsten Viren der Welt, gegen das es weder Medikamente noch Impfstoffe gibt. Das Virus verursacht Fieber und Enzephalopathie – eine Schädigung und den Tod von Gehirnzellen – und die Sterblichkeitsrate liege zwischen 40 und 75 Prozent. Es wird durch Flughunde und Mäuse übertragen. Menschen erkranken in der Regel, wenn sie Früchte essen, auf denen sich Speichel eines infizierten Tieres befindet. Das Virus kann auch auf Haustiere übertragen werden.
Bislang haben indische Behörden fünf Infektionen mit dem Nipah-Virus im Bundesstaat West-Bengalen bestätigt, rund 100 Personen befänden sich in Quarantäne. Nach einem Bericht von The Telegraph am Sonntag ist einer der Infizierten inzwischen verstorben.
Auslöser der behördlichen Maßnahmen war die Ansteckung von zwei Krankenschwestern eines privaten Hospitals in der Nähe von Kalkutta Anfang Januar. Eine von ihnen liege im Koma, wie mehrere indische Zeitungen übereinstimmend berichten.
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