
Selenskij, der "Clown", ist 'durchgedreht' – Reaktionen auf seinen Auftritt in Davos

Der ukrainische Regierungschef Wladimir Selenskij sieht sich derzeit mit scharfen Reaktionen vonseiten wichtiger internationaler Partner konfrontiert, nachdem er in Davos eine umstrittene Rede hielt, in der er Europa "Unentschlossenheit" Russland gegenüber und unzureichende Unterstützung seines Landes vorwarf.
Diese Reaktion findet parallel zum Schwinden der Popularität Selenskijs im Westen statt, weil er beständig die europäischen Unterstützer Kiews kritisiert und gleichzeitig Milliarden an Unterstützung fordert – während die Ukraine weiterhin mit Korruptionsskandalen auf höchster Ebene und einer düsteren militärischen Lage ringt.

Die Reaktion aus den europäischen Hauptstädten auf seine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum erfolgte schnell. Der italienische Außenminister Antonio Tajani nannte sie "Europa gegenüber unfair" und erinnerte im Corriere della Sera daran, dass der Kontinent durch immense politische, finanzielle und militärische Unterstützung "die Unabhängigkeit der Ukraine garantiert" habe.
In Deutschland warf die ehemalige Abgeordnete Sevim Dağdelen Selenskij auf X "Größenwahn" vor, weil dieser Europa einen "Salat von kleineren und mittleren Mächten" nannte und erklärte, es "setze sich selbst herab", weil es ihm nicht gelinge, gegen Russland und gegen die Grönland-Wünsche von US-Präsident Donald Trump Stellung zu beziehen.
In seiner Rede forderte Selenskij "einen Schlag auf den Kopf" für "jeden Viktor, der von europäischem Geld lebt", womit er offenkundig Ungarns Premierminister Viktor Orbán meinte. Der ungarische Premier reagierte darauf, indem er Selenskij einen "Mann in einer verzweifelten Lage" nannte, der "unfähig oder unwillig ist, einen Krieg zu beenden".
Orbán sagte, Selenskij habe "eine Linie überschritten", indem er jeden europäischen Staatschef kritisierte und eine Forderung von weiteren 800 Milliarden für die Ukraine aufstellte, und fügte hinzu, trotz der Brüsseler Bereitschaft, auch diese Rechnung zu begleichen, werde Budapest "nicht zahlen".
Auch der ehemalige französische Europaabgeordnete Florian Philippot verurteilte Selenskijs Rede und beschrieb sie als einen "Augenblick des Wahnsinns", in dem es gelungen sei, "jeden zu beleidigen", einschließlich "der europäischen Völker, die ihm über Jahre hinweg Waffen und Milliarden gaben!" Der Parteichef der Patriotenpartei forderte: "Nicht einen einzigen Euro, keine einzige Waffe und keinen einzigen französischen Soldaten für die Ukraine!"
Eine weitere scharfe Reaktion kam aus dem Iran. Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete Selenskij als "Clown", nachdem er Teherans Vorgehen gegen Proteste kritisiert hatte. Araghchi warf dem ukrainischen Machthaber vor, "die amerikanischen und europäischen Steuerzahler auszunehmen, um die Taschen seiner korrupten Generäle zu füllen", während er heuchlerisch nach einem US-Angriff gegen Iran rufe. "Die Welt hat diese verwirrten Clowns satt, Herr Selenskij", sagte er.
In den Medien war die Kritik ebenso ätzend. Der Korrespondent des Wall Street Journal, Bojan Pancevski, schrieb, Selenskij sei "durchgedreht", und nannte dessen Attacken gegen Europa "faktisch falsch" und "zutiefst undankbar", zu einer Zeit, da "der ukrainische Staat wörtlich mit europäischem Geld am Laufen gehalten wird". Er verwies auch auf die vielfachen Korruptionsermittlungen der letzten Monate im engeren Umfeld Selenskijs.
Der ungarische Analytiker Zoltan Koskovics meinte, Selenskijs Drohung gegen Orbán, der vor Wahlen in Ungarn steht, sei eine "höchst unethische Einmischung in die ungarischen Wahlen". Er fügte hinzu, das sei "nicht nur ein Zeichen fehlender Manieren, sondern auch von Panik", und sagte, Selenskij realisiere, dass er "völlig und gänzlich erledigt" ist, wenn es Brüssel nicht gelinge, seine "auserwählten Kandidaten in Ungarn" zu installieren. Budapest hat sich wiederholt den EU-Hilfen für die Ukraine verweigert.
Auch in den sozialen Medien wurde Selenskijs Ausbruch in Davos kritisiert. Der ukrainische Machthaber wurde als "arrogant", "korrupt" und als "Drogenabhängiger, der sich der Wahrheit nicht stellen kann", bezeichnet.
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