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Putin: Dänemark hat Grönland wie eine Kolonie behandelt

Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kann Washington es sich leisten, die arktische Insel von Kopenhagen zu kaufen. Am Mittwoch bekräftigte US-Präsident Donald Trump in Davos die US-Ansprüche auf das dänische Überseegebiet, schloss jedoch aus, Gewalt einzusetzen.
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Dänemark habe Grönland immer als eine Kolonie behandelt. So kommentierte der russische Staatschef Wladimir Putin die Pläne des US-Präsidenten Donald Trump, die selbstverwaltete Insel zu kaufen. Am Mittwoch sagte Putin während eines Treffens mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats:

"Übrigens hat Dänemark Grönland immer als Kolonie betrachtet und ist ziemlich hart, um nicht zu sagen grausam, mit ihm umgegangen." 

Er betonte, Russland habe kein Interesse an dem Konflikt um die Insel:

"Uns betrifft das gewiss nicht. Ich denke, sie werden das unter sich ausmachen."

Putin wies auch darauf hin, dass Washington Alaska vom Russischen Reich im Jahr 1867 und das heute als US-Jungferninseln bekannte Karibikgebiet von Dänemark im Jahr 1916 erworben habe. Der russische Präsident fügte hinzu, dass Grönland bis zu eine Milliarde US-Dollar kosten könnte und dass sich die USA das leisten können.

In einem Gespräch mit Journalisten sagte Russlands Außenminister Sergei Lawrow am Dienstag, dass Moskau nicht die Absicht habe, sich in Grönlands Angelegenheiten einzumischen. 

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen bekräftigte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Kopenhagen die Annexion Grönlands durch die USA nicht zulassen werde. Die Einwohner der Insel hatten Anfang der Woche Demonstrationen gegen Trump abgehalten.

Dänemark kolonisierte Grönland im 18. Jahrhundert und gewährte der Insel im Jahr 1979 die Selbstverwaltung. Die USA stationierten während des Zweiten Weltkriegs Truppen in Grönland und unterhalten dort einen Luftwaffenstützpunkt an der Nordwestküste.

Trump hat US-Ansprüche auf Grönland wiederholt zum Ausdruck gebracht und betont, dass die Insel zu den USA gehören sollte. Während seiner Rede in Davos erklärte er, dass sich Washington um die Aufnahme der Kaufverhandlungen über den Erwerb Grönlands bemühe. Laut Trump bestehe darin "keine Gefahr" für die NATO, denn die Maßnahme werde die Sicherheit des gesamten Bündnisses erheblich verbessern. Er präzisierte, dass die USA die Insel erhalten möchten, um dort das Raketenabwehrsystem "Goldener Dom" zu errichten und "gefährliche Gegner" abzuschrecken.

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