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Trump in Davos: Nur USA allein können Grönland sichern und verteidigen

Bei seiner Davos-Rede lobte Trump seine Politik, setzte einen Seitenhieb gegen Joe Biden und griff Europa scharf an. Zudem bekräftigte er US-Ansprüche auf Grönland. Er verteidigte seine Zollpolitik und griff dabei vor allem die Schweiz und Frankreich an.

In seiner Rede in Davos übte Trump Kritik an der europäischen Politik. Er liebe Europa und wünsche sich, dass es Europa gut gehe. Aber Europa entwickele sich in die falsche Richtung. Viele seiner Freunde sagten ihm, dass es sich in die falsche Richtung entwickele. "Einige Länder in Europa sind gar nicht mehr wiederzuerkennen", sagte Trump.

Er kritisierte in seiner Rede die Migrationspolitik. Massenmigration sei ein sehr großes Problem. In Europa habe die "radikale Linke" viel falsch gemacht, gerade auch in der Energiepolitik. Deutschland produziere heute weniger Elektrizität als im Jahr 2017, so Trump.

Trump behauptete in seiner Rede im Wirtschaftsforum, er habe mit vielen Staaten tolle "Deals" abgeschlossen und dafür gesorgt, dass die Börsenkurse überall steigen – "wenn die USA steigen, folgt ihr". Dabei machte er erneut Seitenhiebe gegen seinen Vorgänger Joe Biden, der seiner Meinung nach "schlecht" gewesen sei.

Trump sprach auch über den Überfall auf Venezuela. Er werde das Land nun wieder in Ordnung bringen. Die Öl- und Benzinpreise würden fallen. 

Trump argumentierte für die strategische Bedeutung Grönlands in seiner Rede. "Grönland ist ein riesiges, fast vollständig unbewohntes und unerschlossenes Gebiet, das ungeschützt an einer strategisch wichtigen Lage zwischen den USA, Russland und China liegt." Er sagte, dass Grönlands Bedeutung mit der zunehmenden Bedeutung von Seltenerdmetallen nur noch gewachsen sei.

Die USA bräuchten Grönland. Trump wiederholte, dass die USA es hätten behalten sollen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die USA hätten viel investiert. "Nur die USA allein können Grönland sichern und verteidigen." Das sei gut für Grönland, Europa und die USA. Die USA sollten Grönland kaufen. Er erinnerte dabei daran, wie viel Territorium die USA in ihrer Geschichte gekauft hätten. "Nur die USA allein können Grönland sichern und verteidigen", sagte Trump. 

Er habe nun Kriegsschiffe in Auftrag gegeben, die um ein Vielfaches größer und stärker seien als die großen Schlachtschiffe im Zweiten Weltkrieg, sagte Trump im Kontext der Grönlandkrise.

Zum Thema NATO erklärte Trump, endlich zahlten die anderen Mitglieder (außer den USA) mehr. Zuvor hätten die USA faktisch 100 Prozent der Finanzierung übernommen. Das habe er geändert. "Mark, bist du hier?", fragte er ins Publikum und meinte damit den ebenfalls in Davos anwesenden NATO-Generalsekretär Mark Rutte. 

Trump äußerte sich zudem zum Ukraine-Krieg. Dort ereigne sich ein "Blutbad", Zigtausende sterben, das müsse er unbedingt beenden. Er bezog sich auf die ukrainischen und russischen Soldaten. Trump werde mit Putin und Selenskij sprechen und sie müssten einen Deal machen. Damit helfe er Europa. Im Prinzip verknüpft er die Grönland-Frage mit weiterer amerikanischer Hilfe für die Ukraine.  

Zum Thema seiner Zollpolitik sagte Trump, die USA hätten sich lange ausnutzen lassen, da sie keine Zölle verlangten, während andere Staaten Barrieren aufbauten und sich auf Kosten der US-Amerikaner bereicherten. Als Beispiel nannte er die Schweiz, in der er seine Rede hielt. Trump erzählte dem Publikum in Davos, dass er dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit umfassenden Zöllen auf Arzneimittelpreise gedroht habe, und schilderte den Dialog in unverblümten Worten. 

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