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Rutte versucht es mit Schmeicheln: Trump veröffentlicht Privatnachricht des NATO-Chefs

Donald Trump hat am Dienstag eine weitere private Nachricht veröffentlicht, dieses Mal die von NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Wenn Trumps Darstellung stimmt, ergeht sich Rutte darin in hochtrabender Lobhudelei dem US-Staatschef gegenüber.
Rutte versucht es mit Schmeicheln: Trump veröffentlicht Privatnachricht des NATO-Chefs© Urheberrechtlich geschützt

US-Präsident Donald Trump hat eine private Nachricht von NATO-Chef Mark Rutte veröffentlicht, in der dieser seine Arbeit in globalen Krisenherden lobt und seine Unterstützung bei der Lösung des Grönland-Konflikts zusagt.

Die Nachricht, die Trump am Dienstag auf seinem Truth-Social-Account veröffentlichte, kam kurz nachdem der US-Präsident angekündigt hatte, sich mit anderen Staats- und Regierungschefs zu treffen, um beim Weltwirtschaftsforum in Davos über Grönland zu diskutieren.

Trump strebt seit langem die Kontrolle über Grönland an und argumentiert, dass das autonome dänische Gebiet für die Verteidigung der USA gegen Russland und China von entscheidender Bedeutung sei. Sein Vorstoß hat zu Spannungen mit den europäischen NATO-Partnern geführt, die jede Änderung des Status von Grönland ablehnen und davor warnen, dass ein Vorgehen der USA auf der arktischen Insel das Ende des Bündnisses bedeuten könnte.

In seiner schmeichelhaften Botschaft lobt Rutte Trumps "Erfolge in Syrien", womit er offenbar die Verteidigung der Rechte der Kurden nach einem Waffenstillstand meint, sowie dessen Vermittlungsbemühungen im Gazastreifen und in der Ukraine:

"Herr Präsident, lieber Donald! Was Sie heute in Syrien erreicht haben, ist unglaublich. Ich werde meine Medienauftritte in Davos nutzen, um Ihre Arbeit dort, im Gazastreifen und in der Ukraine hervorzuheben. Ich bin entschlossen, einen Weg vorwärts in der Grönland-Frage zu finden. Ich freue mich darauf, Sie zu sehen. Dein Mark."

In einem früheren Beitrag sagte Trump, er habe ein "sehr gutes" Telefongespräch mit Rutte über Grönland geführt. Rutte hatte sich zuvor geweigert, sich zu dem von ihm als "internen" NATO-Streit über das Gebiet zu äußern, und sich weitgehend mit direkten Kommentaren zu Trumps Plänen zurückgehalten. Voriges Jahr zog er Kritik und Spott auf sich, weil viele europäische Politiker seine Anrede "Daddy" bei einem Gipfeltreffen in Den Haag als übertriebene Schmeichelei gegenüber Trump empfanden.

Der Streit um Grönland dürfte diese Woche das Treffen in Davos dominieren. Dänemark hat darauf bestanden, dass der Status der Insel nicht verhandelbar ist, und sich mit mehreren Verbündeten abgestimmt, um kleine Truppenkontingente in das Gebiet zu entsenden – ein Schritt, der weithin als Stärkung seiner Souveränität angesehen wird.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow wies am Dienstag Trumps Behauptungen zurück, Moskau oder Peking stellten eine Bedrohung für Grönland dar.

"Wenn Sie die Ereignisse um Grönland damit rechtfertigen, dass Russland oder China es sonst einnehmen würden, gibt es dafür keine Beweise … Washington ist sich sehr wohl bewusst, dass weder Russland noch China solche Pläne haben",

sagte Lawrow auf seiner Jahrespressekonferenz am Dienstagmorgen.

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