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Wegen angeblicher Russland-Bedrohung: Norwegen informiert Bürger über mögliche Beschlagnahmungen

Die norwegischen Behörden verschickten Tausende von Briefen an die Bürger, in denen sie diese vor einer möglichen Beschlagnahmung von Eigentum im Falle eines Krieges mit Russland informierten. Dies berichteten Medien unter Berufung auf Militärbeamte des Königreichs.
Wegen angeblicher Russland-Bedrohung: Norwegen informiert Bürger über mögliche BeschlagnahmungenQuelle: Gettyimages.ru © sezer ozger

Das norwegische Militär hat seine Landsleute über die mögliche Beschlagnahmung von Eigentum im Falle eines Kriegsausbruchs mit Russland informiert. Dies berichtete The Telegraph:

"Norwegen hat Tausende von Briefen an seine Bürger verschickt und sie gewarnt, dass das Militär ihre Häuser oder Fahrzeuge beschlagnahmen könnte, wenn ein Krieg mit Russland ausbricht."

In den Schreiben wird darauf hingewiesen, dass man sich auf die Beschlagnahmung von Häusern, Fahrzeugen, Booten und anderem Eigentum im Rahmen der sogenannten Requisitionspolitik, die in Kriegszeiten im Land gilt, einstellen müsste. Nach Angaben der Zeitung verfügt das norwegische Verteidigungsministerium derzeit über etwa 13.500 "vorläufige Requisitionsbescheide", deren Gültigkeitsdauer auf ein Jahr begrenzt ist.

Laut der Zeitung hat das Militär betont, dass die Maßnahmen vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage ergriffen würden. Der Leiter der Logistikorganisation der norwegischen Streitkräfte Anders Jernberg erklärte, dass sich das Land in der schwierigsten Lage seit dem Zweiten Weltkrieg befinde und sowohl seine militärische als auch seine zivile Bereitschaft verstärke. Weiter hieß es:

"Unsere Gesellschaft muss auf Krisen im Verteidigungsbereich und im schlimmsten Fall auf einen Krieg vorbereitet sein."

Im Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass solche Maßnahmen vor dem Hintergrund erfolgten, dass die Arktis für viele Staaten strategisch wichtig werde.

Der Versand solcher Briefe an Bürger in Norwegen findet jährlich statt und basiert auf einem Gesetz aus dem Jahr 1951. Medienberichten zufolge erstellt das Verteidigungsministerium die Liste der Empfänger anhand einer vom Militär erstellten Datenbank über die Ressourcen des Landes.

Russlands Präsident Wladimir Putin hob wiederholt hervor, dass Russland nicht vorhabe, jemanden anzugreifen. Seinen Worten zufolge schüchtern westliche Politiker ihre Bevölkerung regelmäßig mit vermeintlichen Bedrohungen ein, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.

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