International

Unter Dänemarks Zustimmung? US-Militärflugzeuge fliegen nach Grönland

Das Nordamerikanische Luftkommando NORAD kündigte die Ankunft seiner Flugzeuge auf einem US-Stützpunkt in Grönland an, um "längst geplante Übungen" zu unterstützen. Dies sei mit Dänemark abgestimmt worden, hieß es. Die Behörden Grönlands seien darüber informiert worden, fügte NORAD hinzu.
Unter Dänemarks Zustimmung? US-Militärflugzeuge fliegen nach GrönlandQuelle: Gettyimages.ru © Jim Watson - Pool

Flugzeuge des Nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos (kurz NORAD) sind zum US-Militärflugplatz Pituffik in Grönland unterwegs. Dies teilte die Pressestelle von NORAD auf X mit.

In der Meldung heißt es, dass diese Flugzeuge zusammen mit den auf dem Festland der USA und in Kanada stationierten Flugzeugen "verschiedene seit langem geplante NORAD-Einsätze unterstützen werden, die auf der soliden Verteidigungszusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada sowie dem Königreich Dänemark beruhen". Weiter heißt es:

"Diese Aktivitäten wurden mit dem Königreich Dänemark koordiniert, und alle unterstützenden Kräfte agieren mit den erforderlichen diplomatischen Genehmigungen. Die Regierung Grönlands wurde ebenfalls über die geplanten Einsätze informiert."

Es wird betont, dass NORAD regelmäßig "verteilte" Verteidigungsoperationen in seinen Zuständigkeitsbereichen (Alaska, Kanada und das Festland der Vereinigten Staaten) durchführe.

US-Militärflugplatz Pituffik befindet sich an der nordwestlichen Ecke Grönlands. Die USA betreiben ihn seit dem Zweiten Weltkrieg. Derzeit sind dort mehr als einhundert US-Soldaten stationiert.

Trump erklärte mehrfach, dass die USA im Interesse der nationalen Sicherheit die Kontrolle über Grönland, das ein autonomes Gebiet Dänemarks ist, benötigten. Anfang Januar behauptete der Politiker vor dem Hintergrund der Militäroperation in Venezuela erneut, dass Grönland für die USA "absolut notwendig" sei – die Insel sei seiner Meinung nach "von russischen und chinesischen Schiffen umzingelt". Diese Aussagen wurden von der NATO und Dänemark widerlegt.

Der US-Präsident schloss auch eine gewaltsame Eroberung der Insel nicht aus. Daraufhin entsandten mehrere europäische Länder ihre Streitkräfte nach Grönland. Trump kündigte an, dass ab dem 1. Februar ein Zollsatz von zehn Prozent auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Finnland erhoben werde. Kurz darauf zog Berlin seine Soldaten von der Insel ab. Auch zwei Offiziere aus den Niederlanden verließen Grönland.

Trump schlug außerdem vor, Grönland zu kaufen. Laut NBC News könnte ein solcher Deal Washington 700 Milliarden US-Dollar kosten, was mehr als der Hälfte des Jahresbudgets des Pentagon entspricht. Der Fernsehsender berichtete, dass der Präsident den US-Außenminister Marco Rubio beauftragt habe, ein Angebot für den Kauf Grönlands auszuarbeiten.

Die Pläne zur Erlangung der Kontrolle der USA über Grönland führten zu Spannungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Die Europäische Union erwägt Gegenmaßnahmen, darunter die Einführung von Zöllen auf US-Waren.

Mehr zum ThemaPlötzliche Kehrtwende: Bundeswehr zieht sich laut Medienberichten aus Grönland zurück

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.