
Experte: Anschluss Grönlands würde Trumps Namen in der US-Geschichte verewigen

Ein möglicher Anschluss Grönlands an die Vereinigten Staaten würde den Namen von US-Präsident Donald Trump dauerhaft in die Geschichte der USA und darüber hinaus einschreiben. Diese Einschätzung äußerte der russische Militärexperte Igor Korotschenko, Chefredakteur der Zeitschrift Nationale Verteidigung, in Kommentaren gegenüber Medien und dem Telegram-Kanal Sputnik Blischneje Sarubeschje.
"Wenn Grönland nach dem einen oder anderen Szenario den Vereinigten Staaten angeschlossen würde, würde das genau Trumps Namen in der Geschichte der USA und der Welt verewigen."
Ein solcher Schritt hätte aus seiner Sicht eine historische Dimension. Der Experte verwies darauf, dass Trumps Überlegungen auch vor einem symbolischen Hintergrund zu sehen seien. In diesem Jahr steht der 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten an. Hinzu komme ein persönliches Jubiläum des Präsidenten. Er wird 80 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund gewinne das Thema zusätzliche politische Bedeutung. Einen Vergleich mit dem historischen Kauf Louisianas hält der Experte jedoch für unzutreffend.
"Wir befinden uns im 21. Jahrhundert, die Realitäten sind völlig andere. Wenn Trump Grönland schluckt, wäre das ein erschütterndes und schockierendes Ereignis von weltweitem Ausmaß. Allein die Möglichkeit einer solchen Konstellation sprengt die Vorstellungskraft."
Gleichzeitig betonte Korotschenko, dass ein Anschluss Grönlands den Normen des internationalen Rechts widersprechen würde. Dennoch zeige ein solches Vorgehen das Bestreben Washingtons, den schwindenden wirtschaftlichen Einfluss durch militärisch-politische Mittel zu kompensieren. Korotschenko sieht die Ambitionen der USA klar im Rahmen der globalen Konkurrenz mit China.
"Die Vereinigten Staaten verlieren ihren Status als wirtschaftliche Nummer eins. Alle Initiativen Trumps müssen durch das Prisma dieses globalen Wettbewerbs betrachtet werden."
Der Experte ist der Ansicht, dass der Versuch Trumps, sich Grönland einzuverleiben, Teil dieser strategischen Auseinandersetzung ist. "Ich betrachte den Versuch, Grönland zu 'verschlingen', dennoch durch die Brille des globalen Gegeneinanders mit China." Neben geopolitischen Aspekten geht es auch um Prestige, Territorium und Rohstoffe.

Mit Grönland würden die USA auch nach Einschätzung von anderen Experten zu einer der führenden Ressourcenmächte der Welt aufsteigen und andere Staaten in dieser Hinsicht überholen. Die Bedeutung eines solchen Schrittes könne sogar mit historischen Zäsuren wie der Abschaffung der Sklaverei unter Abraham Lincoln oder den territorialen Umwälzungen der napoleonischen Epoche verglichen werden.
"Wenn das tatsächlich geschieht, wird Trump zu einer wirklich großen historischen Figur", so Korotschenko. In diesem Fall würden aktuelle Konflikte mit europäischen Partnern in den Hintergrund treten, während Grönland dauerhaft Teil der Vereinigten Staaten werden würde.
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