
Afghanistan gegen ausländische Militärpräsenz im Land, auch auf Bagram-Basis

Ein Sprecher der Taliban-Regierung in Afghanistan hat ein weiteres Mal bekräftigt, dass Kabul jegliche ausländische Militärpräsenz im Land ablehnt. Dies soll auch für Washingtons Forderungen gelten, den rund 40 Kilometer von der afghanischen Hauptstadt Kabul entfernten Stützpunkt Bagram zurückzugeben.
In dem Zusammenhang führte der Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus:
"Der Luftwaffenstützpunkt Bagram ist integraler Bestandteil des afghanischen Territoriums, und wir werden nicht zulassen, dass sich das Militär eines anderen Staates auf afghanischem Boden befindet. Diese Angelegenheit betrifft nicht nur unsere Führung, sondern ist ein sensibles Thema für das gesamte Volk. Wir haben diese Position mehrfach zum Ausdruck gebracht, und die US-Amerikaner sind sich dessen sehr wohl bewusst."

Das US-Militär hatte die Bagram-Basis fast 20 Jahre lang für seine Einsätze genutzt. Mit dem Truppenabzug aus Afghanistan im Sommer 2021 gaben die USA die Militäreinrichtung auf, woraufhin die Taliban wieder an die Macht kamen.
"Wir wollen diesen Stützpunkt zurück", erklärte US-Präsident Donald Trump Mitte September 2025 bei seinem Besuch in Großbritannien. Er drohte Afghanistan mit "schlimmen" Konsequenzen, sollte es sich weigern, Bagram an die USA zu übergeben. Er erklärte, er erwarte die sofortige Übergabe der Basis.
In Reaktion auf Trumps Äußerung erklärte Mujahid damals, dass Kabul den Luftwaffenstützpunkt niemals an die USA übergeben werde.
"Bagram ist Teil Afghanistans, es gibt hier keinen Unterschied zu anderen Landesteilen", erklärte der Taliban-Sprecher in einem Gespräch mit Al Arabiya. "Wir werden niemals einem Abkommen oder einer Übergabe irgendeines Teils unseres Landes zustimmen."
Ähnlich äußerte sich auch der afghanische Außenminister Amir Khan Muttaqi bei Gesprächen in Moskau mit dem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow.
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