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Medien: Nach Absprache mit den USA liefert Vitol Öl-Verdünnungsmittel nach Venezuela

Laut Medienberichten wird der Rohstoffhandelskonzern Vitol aus den USA die erste Charge des Lösungsmittels für Erdöl nach Venezuela schicken. Das Lösungsmittel wird zur Verflüssigung von Erdöl aus Venezuela verwendet, um dessen Transport und Verarbeitung zu erleichtern.
Medien: Nach Absprache mit den USA liefert Vitol Öl-Verdünnungsmittel nach VenezuelaQuelle: Gettyimages.ru © wildpixel

Vitol, einer der weltweit größten Rohstoffhandelskonzerne,  soll am kommenden Wochenende im Einvernehmen mit der US-Regierung eine erste Charge Öl-Lösungsmittel aus den USA nach Venezuela liefern. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen.

Den vorliegenden Informationen zufolge habe das Unternehmen das Schiff Hellespont Protector speziell für den Transport von Naphtha gechartert. Das Lösungsmittel wird zur Verflüssigung von Öl aus Venezuela verwendet, was dessen Transport und Verarbeitung erleichtert.

Vitol und andere Unternehmen haben Venezuela mit Verdünnungsmitteln beliefert, bis die US-Regierung Anfang letzten Jahres im Rahmen einer Politikänderung gegenüber dem Land begonnen hatte, Lizenzen zu widerrufen.

Die Importe von Verdünnungsmitteln aus Russland halfen Venezuela, die Mengen zu ersetzen, die es zuvor aus den USA bezogen hatte. Nun könnten die USA diesen Anteil von Russland zurückgewinnen, so Rory Johnston, Analyst bei Commodity Context.

Vitol und das Rohstoffhandelsunternehmen Trafigura trafen Vereinbarungen mit der US-Regierung, um bei der Vermarktung des gesperrten venezolanischen Öls zu helfen, wie die Unternehmen am Freitag bestätigten.

Am 9. Januar führte US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Top-Managern von mindestens 17 Ölförderunternehmen, darunter Exxon Mobil, ConocoPhillips und Chevron, durch. Zuvor hatte der US-Präsident angekündigt, große Unternehmen für den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors gewinnen zu wollen.

Am Vortag unterzeichnete der US-Präsident ein Dekret, wonach die Erlöse aus dem Verkauf von venezolanischem Öl, die auf Konten des US-Finanzministeriums liegen oder dort eingehen, "im Interesse des amerikanischen und venezolanischen Volkes" auf besondere Weise eingefroren werden. Seit der Unterzeichnung des Dekrets können diese Gelder nicht mehr gerichtlich beschlagnahmt werden. Auch aufgrund einer Klage können sie nicht mehr eingezogen oder gepfändet werden. Das Dekret verbietet jegliche Transaktionen mit diesen Geldern, es sei denn, es liegt eine Sondergenehmigung vor.

Am 7. Januar erklärte Trump, dass die Übergangsregierung Venezuelas den USA 30 bis 50 Millionen Barrel Öl übergeben wolle. Wie der US-Präsident damals betonte, werde es zum Marktpreis verkauft, und die Mittel würden vom Präsidenten selbst kontrolliert, um "ihre Verwendung zum Wohle des venezolanischen und des amerikanischen Volkes zu gewährleisten".

Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven (etwa 17 Prozent), fördert jedoch aufgrund ineffizienter Verwaltung, Verstaatlichung und Sanktionen weniger als ein Prozent des weltweiten Öls.

Mitte Dezember 2025 verhängte Trump eine Blockade gegen alle Tanker, die unter die Sanktionen fallen und nach Venezuela fahren. Am 3. Januar, nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch US-Truppen, erklärte der Republikaner, dass das Ölembargo weiterhin in Kraft bleibe. Daraufhin wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur vorübergehenden Amtsinhaberin ernannt.

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