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Trump droht: Könnten Grönland "auf die harte Tour" erlangen

Donald Trump hat europäischen NATO-Verbündeten erneut gedroht und erklärt, dass Washington Grönland auch "auf die harte Tour" erlangen könnte. Die USA werden bestimmte Maßnahmen in Bezug auf die Insel ergreifen, "ob es ihnen gefällt oder nicht", so der US-Präsident.
Trump droht: Könnten Grönland "auf die harte Tour" erlangen© Urheberrechtlich geschützt

US-Präsident Donald Trump hat erneut gedroht, dass Washington Grönland "auf die harte Tour" erlangen könnte. Er erklärte zudem, er werde nicht zulassen, dass die strategisch wichtige Insel im Nordatlantik an Russland oder China fällt. Das Königreich Dänemark, das die Souveränität über Grönland innehat, hat sich gegen die Bestrebungen der USA ausgesprochen, die Insel zu erwerben.

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Freitag sagte Trump, dass die USA "etwas in Bezug auf Grönland unternehmen werden, ob es ihnen gefällt oder nicht", und argumentierte, dass "Russland oder China Grönland übernehmen werden", wenn Washington nicht handelt.

"Ich würde gerne einen Deal machen, wissen Sie, auf die einfache Art. Aber wenn wir es nicht auf die einfache Art machen, werden wir es auf die harte Tour machen", betonte er, ohne näher darauf einzugehen, wie weit zu gehen er bereit sei.

Trump, der eingeräumt hat, dass eine militärische Option auf dem Tisch liegt, schloss auch nicht aus, die Grönländer zu bezahlen, als er nach einer Entschädigung für die Bewohner gefragt wurde.

Grönland ist ein autonomes dänisches Territorium mit weniger als 57.000 Einwohnern. Die USA sind dort bereits militärisch präsent, Trump strebt jedoch die vollständige Kontrolle an und betont, dass die Insel für die Sicherheit in der Arktis von entscheidender Bedeutung ist.

Die Causa Grönland, die in Trumps erster Amtszeit erstmals ins Rampenlicht rückte, führt mittlerweile zu Spannungen zwischen den USA und den europäischen NATO-Mitgliedern. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat gewarnt, dass jeder militärische Angriff der USA auf ein anderes NATO-Land bedeuten würde, dass "alles zum Stillstand kommt", während führende Politiker in der EU betont haben, dass "Grönland seinem Volk gehört".

Am Dienstag berichtete das Wall Street Journal, dass die Trump-Regierung es vorziehen würde, Grönland zu kaufen, anstatt "Zwangsmaßnahmen" anzuwenden. Reuters berichtete, dass die USA einen Plan erwägen, jedem Grönländer zwischen 10.000 und 100.000 Dollar zu zahlen, um ihn davon zu überzeugen, das Angebot der USA zu unterstützen, wobei die Einzelheiten des Verfahrens derzeit noch unklar sind.

Angesichts der geringen Bevölkerungszahl würde dies weniger als sechs Milliarden US-Dollar ausmachen, wenn jeder Einwohner, unabhängig vom Alter, die maximale Entschädigung erhielte.

Jedes Jahr gewährt Dänemark Grönland bereits einen Pauschalzuschuss zur Deckung der wesentlichen Kosten, der sich auf fast 10.000 Euro pro Person beläuft. Darüber hinaus wurde im September 2025 ein wegweisendes Abkommen unterzeichnet, wonach Kopenhagen die Kosten für grönländische Patienten übernimmt, die eine Spezialbehandlung in dänischen Krankenhäusern benötigen.

Derzeit deuten Umfragen darauf hin, dass in Grönland wenig Interesse daran besteht, Teil der USA zu werden. Eine Umfrage der grönländischen Zeitung Sermitsiaq und des Forschungsunternehmens Verian vom Januar 2025 ergab, dass etwa 85 Prozent der Befragten gegen einen Beitritt zu den USA waren, während nur etwa sechs Prozent diese Idee unterstützten.

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