International

Indien fordert Dialog zur Bewältigung der Venezuela-Krise  

Der indische Außenminister S. Jaishankar erklärte am Dienstag in Luxemburg, die Sicherheit der venezolanischen Bürger habe für Neu-Delhi in der aktuellen Situation die höchste Priorität. Der Spitzendiplomat appellierte an alle Parteien, auf Diplomatie zu setzen.
Indien fordert Dialog zur Bewältigung der Venezuela-Krise   Quelle: Sputnik © KRISTINA KORMILIZYNA

Nach dem US-Einsatz in Venezuela, bei dem Präsident Nicolás Maduro entführt wurde, hat Indien alle Beteiligten dazu aufgerufen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Der indische Außenminister S. Jaishankar erklärte bei einer Pressekonferenz in Luxemburg, die Sicherheit der venezolanischen Bevölkerung habe für Neu-Delhi höchste Priorität.

Indien appelliere an alle Parteien, eine Lösung zu finden, die es ermöglichen werde, das Wohlergehen und die Sicherheit der venezolanischen Bevölkerung zu gewährleisten, so Jaishankar. 

Und weiter:

"Letztlich ist es unser Anliegen, dass Venezuela, ein Land, mit dem wir seit vielen Jahren sehr gute Beziehungen pflegen, und seine Bevölkerung jede Situation unbeschadet überstehen, egal wie sie sich entwickelt."

Venezuela war einst einer der wichtigsten Öllieferanten Indiens, doch die Rohöllieferungen aus dem südamerikanischen Land wurden angesichts der Sanktionen, die lange vor der aktuellen Krise verhängt wurden, stark reduziert. Dennoch importiert Indiens Reliance Industries weiterhin monatlich zwei Millionen Barrel Öl aus Venezuela, während der staatliche indische Energiekonzern ONGC derzeit Anteile an den Ölprojekten San Cristóbal und Carabobo-1 hält.

Indiens Außenministerium erklärte zuvor, es stehe in Kontakt mit Mitgliedern der indischen Gemeinde in Venezuela und werde "weiterhin jede mögliche Unterstützung leisten". Schätzungsweise halten sich 50 indische Staatsbürger und 30 Personen indischer Herkunft im Land auf.

Neu-Delhi äußerte sich besorgt über den US-Einsatz in Venezuela, ohne die USA jedoch namentlich zu erwähnen. In einer vorsichtig formulierten Erklärung teilte das indische Außenministerium mit, es verfolge die Lage in dem südamerikanischen Land aufmerksam. Jaishankar erwähnte die USA bei einer Pressekonferenz in Luxemburg nicht.

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