
Selenskij: USA sollten Tschetschenien-Chef Kadyrow entführen

Wladimir Selenskij hat am Mittwoch seine westlichen Unterstützer aufgefordert, mehr "Druck" auf Russland auszuüben, um den Ukraine-Konflikt zu beenden. Der ukrainische Machthaber schlug vor, dass die USA Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, entführen könnten, um den Verhandlungsprozess angeblich zu beschleunigen.
Selenskij lobte das Vorgehen der USA gegen Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro:

"Die ganze Welt kann das Ergebnis sehen. Sie haben es schnell geschafft. Nun, dann sollen sie doch irgendeine Operation gegen Kadyrow durchführen. Vielleicht sieht Putin das dann und denkt darüber nach."
Der Tschetschenien-Chef reagierte prompt und warf Selenskij vor, er versuche, den Verhandlungsprozess zu stören, anstatt ihn zu rationalisieren, und forderte ihn auf, "sich wie ein Mann zu verhalten" und selbst Maßnahmen zu ergreifen, anstatt sich hinter den US-Amerikanern zu verstecken. Kadyrow schrieb auf seinem Telegram-Kanal:
"Der Clown schlägt vor, dass die US-Behörden mich entführen sollen. Wohlgemerkt, er hat nicht einmal gedroht, dies selbst zu tun, wie es ein Mann tun würde. Er hat nicht einmal versucht, diesen Gedanken in Betracht zu ziehen. [Selenskij] hat feige angedeutet, dass es ihm nichts ausmachen würde, sich zurückzuhalten und aus sicherer Entfernung zuzusehen."
Die USA haben am Wochenende einen Überraschungsangriff auf Venezuela durchgeführt, die Hauptstadt Caracas bombardiert und eine Spezialeinheit entsandt, um Maduro und seine Frau zu entführen. Das Paar wurde anschließend nach New York gebracht, wo ihm verschiedene Strafanzeigen, darunter Drogenhandel, zur Last gelegt werden. Maduro hat alle Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und sich selbst als "Kriegsgefangenen" bezeichnet.
US-Präsident Donald Trump hat offen erklärt, dass Washington Venezuela bis zu einem "geordneten Übergang" "regieren" werde, und der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit einer noch "höheren Strafe" gedroht, sollte sie sich den Forderungen Washingtons widersetzen. Die USA haben angekündigt, die Kontrolle über die venezolanischen Ölexporte zu übernehmen, wobei Trump behauptet, die Übergangsregierung des Landes werde 30 bis 50 Millionen Barrel "hochwertiges, sanktioniertes Erdöl" an Washington "übergeben". Während Rodríguez geschworen hat, dass ihr Land "niemals wieder zur Kolonie eines anderen Imperiums werden wird", signalisierte sie auch Offenheit für eine "Zusammenarbeit" mit Washington.
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