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Russischer Öl-Tanker Marinera von US-Landungstrupp gekapert

Nach übereinstimmenden Berichten hat ein US-amerikanischer Landungstrupp den Öl-Tanker Marinera gekapert. Das Schiff fährt unter russischer Flagge im Nordatlantik und wurde seit Wochen von der US-Küstenwache verfolgt.

Ein US-Landungstrupp hat den russischen Öl-Tanker Marinera geentert. Bereits veröffentlichten Fotoaufnahmen zufolge kreiste ein grauer Hubschrauber über dem Tanker. Im Inneren befanden sich mehrere Personen in Militäruniform. Bei dem abgebildeten Hubschrauber handelt es sich um den Typ "Little Bird", der speziell für solche Einsätze konzipiert ist.

Laut Quellen auf dem geenterten Schiff seien die Maßnahmen des US-Militärs koordiniert abgelaufen und würden die Fortsetzung der zuvor mehrtägigen Begleitung des russischen Tankers durch westliche Flugzeuge und Schiffe darstellen. Das Schiff wird mit dem Transport von venezolanischem Öl in Verbindung gebracht und stand bereits zuvor im Fokus der US-Behörden.

Das Europäische Kommando der US-Streitkräfte hat die Festsetzung des russischen Öltankers Marinera im Atlantik bestätigt. Laut dem US-Sender NBC steuert das Schiff nun Richtung Schottland.

Das russische Transportministerium hat das Entern des Öltankers Marinera durch die US-Kriegsmarine bestätigt. Dies geschah gegen 15 Uhr Moskauer Zeit (13 Uhr MEZ). Die Verbindung zum Schiff sei seitdem unterbrochen worden. Die Behörde weist in ihrer Stellungnahme auf Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (1982) hin. Demzufolge gilt auf hoher See die Freiheit der Schifffahrt, und kein Staat hat das Recht, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die ordnungsgemäß unter der Flagge anderer Staaten registriert sind.

USA verstärken Militärpräsenz im Nordatlantik

Bekannt ist aus offenen Quellen, dass die Operation zur Kaperung des Tankers aus der Luft von einem Boeing KC-135T Stratotanker-Tankflugzeug, einem Boeing P-8A Poseidon-Patrouillenflugzeug der US-Luftwaffe und einer britischen Boeing Poseidon MRA1 unterstützt wird. Außerdem ist eine ganze Reihe von US-Spezialflugzeugen vom Typ Pilatus U-28A Draco im Einsatz. Die Transponder der US-Militärflugzeuge wurden dabei zeitweise abgeschaltet.

Schon am Vortag sah sich die Besatzung des Tankers der akuten Gefahr eines Eingreifens der US-Amerikaner ausgesetzt und sendete einen Hilferuf an die US-Schifffahrtsbehörden und die internationale Gemeinschaft – RT DE berichtete. Medienmeldungen zufolge wechselten in den vergangenen Tagen fünf Tanker, die zum Transport venezolanischen Öls dienten, ihre Landeszugehörigkeit und fahren im Moment unter russischer Flagge.

Außerdem verdichten sich die Indizien, dass eine Seeblockade mit dem mutmaßlichen Ziel geplant sein könnte, Russland den Zugang zum Atlantik abzuschneiden. Medienberichten zufolge sollen US-Spezialeinheiten auf den autonomen, zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln gelandet sein. Zuvor war bekannt geworden, dass die Vereinigten Staaten Spezialeinheiten der US Army und der US Air Force nach Großbritannien verlegt hatten.

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