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Österreichischer Unternehmer: Sanktionen schaden Europa mehr als Russland

Mehrere EU-Länder sprechen sich gegen antirussische Strafmaßnahmen aus, da sie sich der Konsequenzen für ihre Wirtschaften bewusst sind. Gerald Sakuler, Vorsitzender des Österreichischen Wirtschaftsclubs (ÖW) in Russland, äußerte sich zu dem Thema in einem Interview.
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Sämtliche wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Europäischen Union sind auf die hohen Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen, welche in unmittelbarem Zusammenhang mit den gegen Russland verhängten Sanktionen stehen. Gerald Sakuler, Vorsitzender des Österreichischen Wirtschaftsclubs in Russland, erklärte das in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti

Hierbei führte der österreichische Unternehmer aus: 

"Es ist offensichtlich, dass die Sanktionen der EU nicht weniger schaden als Russland, und meiner Meinung nach schaden sie ihr sogar noch mehr."

Es gebe mittlerweile Länder in der EU, die diese Situation realistisch einschätzen und Restriktionen gegen Russland ablehnen, fügte Sakuler hinzu. Andererseits gebe es die Staaten, die die Sache aus einer "idealistischen" Perspektive betrachteten und dem Beispiel Deutschlands folgten. "Und es sind die Deutschen, die die EU finanzieren", meinte der ÖW-Vorsitzende.

Sakuler betonte außerdem, dass die Produktionssteigerung österreichischer Unternehmen in Russland auch für die russische Wirtschaft von Vorteil sei. Seiner Meinung nach könnte sich diese Tatsache nach Aufhebung der antirussischen Sanktionen als vorteilhaft erweisen.

Nach dem Beginn der militärischen Spezialoperation in der Ukraine haben westliche Länder beispiellose Sanktionen gegen Russland verhängt. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur RIA Nowosti beläuft sich die Anzahl der Sanktionsmaßnahmen inzwischen auf nahezu 31.000. Konkret verabschiedete Brüssel im Oktober 2025 das 19. Sanktionspaket und verlängerte es später bis zum Juli 2026.

Die russischen Spitzenpolitiker haben mehrfach erklärt, dass Russland dem westlichen Druck standhalten werde. Moskau erklärte wiederholt, dem Westen fehle der Mut, zuzugeben, dass seine Sanktionspolitik gescheitert sei. In den westlichen Ländern selbst werden immer wieder Stimmen laut, dass antirussische Strafmaßnahmen wirkungslos seien.

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