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Diesmal trifft es M Sophia – Weiterer Tanker in südamerikanischen Gewässern von USA gekapert

Die USA setzen bei ihrer Seeblockade des venezolanischen Ölhandels militärische Macht ein. Am Mittwoch brachten US-Marinesoldaten gleich zwei Tanker unter ihre Kontrolle. Zuletzt traf es ein Schiff namens M Sophia in der Karibik.
Diesmal trifft es M Sophia – Weiterer Tanker in südamerikanischen Gewässern von USA gekapert© US-Küstenwache (Videoscreenshot)

Wie das United States Southern Command (USSOUTHCOM) verlautbarte, wurde an diesem Mittwoch ein weiterer Öltanker von der US-Küstenwache geentert worden. Zuvor war bekannt geworden, dass US-Truppen mit Unterstützung der Briten das russische zivile Schiff Marinera gekapert hatten (RT DE berichtete).

Auf der Website des USSOUTHCOM ist zu lesen, dass der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker M Sophia (auch die Variante "M/T Sophia" wird als Name des Schiffes genannt) vor Tagesanbruch abgefangen wurde. Laut US-Angaben handelt es sich bei dem Schiff um einen staatenlosen Tanker der Schattenflotte, der Sanktionen unterliege und fälschlicherweise unter kamerunischer Flagge gefahren sei.

Die Aktion wurde durch das US-amerikanische Kriegsministerium in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzministerium im Rahmen der Operation "Southern Spear" durchgeführt. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem bestätigte auf ihrem X-Account ebenfalls die Aufbringung beider Tanker. Es soll bei der Aufbringung des Tankers M/T Sophia keine Zwischenfälle gegeben haben.

US-Behörden dokumentierten das Kapern des Tankers mit zwei Videos. Es ist zu sehen, wie Soldaten sich von einem Helikopter auf den Tanker abseilen und es besetzen. Laut Militärbeobachtern handelt es sich um einen Hubschrauber der Küstenwache vom Typ MH-60.

Wie das USSOUTHCOM selbst zugibt, befand sich die M/T Sophia zur Zeit der Kaperung in internationalen Gewässern. Dem Schiff wird vorgeworfen, "illegale Aktivitäten in der Karibik" durchgeführt zu haben. Es wird nun von der US-Küstenwache in die USA verbracht. Das US-Militär rechtfertigte die Aktion mit den Worten:

"Mit der Operation Southern Spear verfolgt das US-Kriegsministerium unbeirrt sein Ziel, illegale Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre zu unterbinden. Wir werden unser Heimatland verteidigen und Sicherheit und Stärke in ganz Amerika wiederherstellen."

Damit haben US-amerikanische Behörden bisher insgesamt vier Schiffe beschlagnahmt, die mit Venezuela Handel betrieben haben. Bei der M/T Sophia handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Öltanker, der venezolanisches Öl nach China transportieren sollte. Es hatte demnach venezolanische Gewässer Anfang Januar verlassen und war seitdem mit ausgeschaltetem Transponder gefahren.

US-Kriegsminister Pete Hegseth brachte auf X beide Aktionen mit dem Inkrafttreten der weltweiten Seeblockade des venezolanischen Ölhandels in Verbindung. Dieses hat er als "illegal" sowie "sanktioniert" bezeichnet und hinzugefügt, dass der Handel mit venezolanischem Öl nur im von den USA "zugelassenen" Rahmen stattfinden dürfe.

Der russische Senator Alexei Klischas nannte das Vorgegen der USA "Piraterie". Politische Bewertungen vonseiten Russlands Behörden blieben bislang aus.

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