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Washington fordert: Venezuela soll Beziehungen zu Russland und China abbrechen

Das Weiße Haus strebt Berichten zufolge die Kontrolle über die Erdölproduktion und -exporte des Landes an. US-Kommandos entführten den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores während einer nächtlichen Razzia am Samstag.
Washington fordert: Venezuela soll Beziehungen zu Russland und China abbrechenQuelle: Gettyimages.ru © Marcos del Mazo / LightRocket

Die USA haben von Venezuela verlangt, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland, China, Iran und Kuba abzubrechen, wenn es mehr Öl fördern wolle, berichtete ABC News am Dienstag unter Berufung auf drei Personen, die mit den Plänen des Weißen Hauses vertraut sind.

US-Kommandos entführten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores während einer nächtlichen Razzia am Samstag, was das ölreiche südamerikanische Land als Verletzung seiner Souveränität verurteilte.

Laut ABC hat das Weiße Haus von Venezuela verlangt, bei der Ölförderung ausschließlich mit den USA zusammenzuarbeiten und diese beim Verkauf von Rohöl zu bevorzugen. US-Präsident Donald Trump hat darauf bestanden, dass US-Unternehmen Zugang zur venezolanischen Ölindustrie erhalten, die seiner Meinung nach von Maduros Vorgänger Hugo Chávez zu Unrecht verstaatlicht wurde.

Am Dienstag behauptete Trump, dass die "Interimsbehörden" Venezuelas den USA zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl "übergeben" würden, um es unter der Kontrolle Washingtons zu verkaufen.

Delcy Rodríguez, eine Verbündete Maduros, die am Montag als amtierende Präsidentin vereidigt wurde, erklärte, dass weder die USA noch andere "ausländische Akteure" Venezuela kontrollieren würden. Die Behörden in Caracas haben die Freilassung von Maduro und Flores gefordert, die sich beide am Montag vor einem New Yorker Gericht wegen Drogenhandels und Waffenbesitzes für nicht schuldig erklärt hatten.

"Die Militäroperation ohne Kriegserklärung oder Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt einen illegalen Akt bewaffneter Aggression terroristischer Natur dar",

sagte der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek Saab.

In seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat am Montag verurteilte der russische Gesandte Wassili Nebensja die Entführung Maduros als "ein zynisches Verbrechen, das nicht zu rechtfertigen ist". Auch der chinesische Gesandte Sun Lei verurteilte die USA und erklärte, ihre militärische Intervention in Venezuela stelle eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit in der Region dar.

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