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"USA wollen uns kapern" – Russisches Schiff in Seenot ruft um Hilfe

Informationen zufolge, die RT exklusiv vorliegen, hat das von den US-Behörden bedrohte Schiff Marinera einen Hilferuf abgesetzt. Das Schiff gibt als Zielhafen das nordrussische Murmansk an und befindet sich derzeit nordwestlich von Irland.
"USA wollen uns kapern" – Russisches Schiff in Seenot ruft um Hilfe© Urheberrechtlich geschützt

Der russische Tanker Marinera sendet einen Hilferuf an die US-Schiffahrtsbehörden und die internationale Gemeinschaft. In einer Mitteilung, die RT exklusiv vorliegt, schildern die Eigentümer des Schiffes, das ohne Ladung fährt, die dramatische Situation im Nordatlantik, die einer Seenot gleichkommt.

Obwohl die Marinera der US-Küstenwache kommuniziert hat, dass es sich bei ihr um ein ziviles Schiff unter russischer Flagge handele, wird das Schiff weiterhin von Aufklärungsflugzeugen der US-Marine vom Typ P-8A Poseidon verfolgt. An Bord des Schiffes befürchtet man eine Kaperung durch US-Truppen.

Da im Nordatlantik eine Sturmwetterlage aufzieht, könnte jeder Versuch einer Hubschrauberlandung oder Enterung durch US-Truppen das Leben der US-amerikanischen Soldaten in Gefahr bringen. Das Schiff gibt als Zielhafen das nordrussische Murmansk an und befindet sich derzeit westlich von Irland.

Die aus ukrainischen, russischen und georgischen Seeleuten bestehende Besatzung der Marinera appelliert an die Vereinigten Staaten von Amerika, auf eine derart gefährliche und sinnlose Militäroperation gegen einen zivilen Tanker ohne Fracht zu verzichten. Die Crew fordert die USA auf, Zurückhaltung zu üben und eine friedliche Lösung über die Kanäle des internationalen Seerechts zu ermöglichen, anstatt unter Sturmbedingungen Menschenleben zu gefährden.

Die Besatzung sei angewiesen worden, den rechtmäßigen Anforderungen im Rahmen des Völkerrechts
und des Rechts der Russischen Föderation nachzukommen und dabei die Sicherheit des Schiffes und des Personals zu gewährleisten.

Neben den US-Truppen überwachen auch die irischen Streitkräfte den Tanker, obwohl er sich außerhalb der Wirtschaftszone Irlands auf Kurs Richtung Norden befinden soll. Eingesetzt wurde Medienberichten zufolge ein Seeaufklärungsflugzeug vom Typ C295 des Irish Air Corps.

Das russische Außenministerium betonte derweil in einer Erklärung, dass sich das unter russischer Flagge fahrende Schiff derzeit in internationalen Gewässern im Nordatlantik befinde und im Einklang mit dem Völkerrecht navigiere.

Das Außenministerium bezeichnete die Situation als "anormal" und rief die westlichen Länder dazu auf, die Grundsätze der Freiheit der Schifffahrt auf hoher See einzuhalten. Der Tanker sei seit Tagen "verstärkter und eindeutig unverhältnismäßiger Aufmerksamkeit der US-amerikanischen und NATO-Streitkräfte ausgesetzt", obwohl sich das Schiff mehr als 4.000 Kilometer von der US-amerikanischen Küste befinde.

Wie aus einem CNN-Bericht hervorgeht, erwägen die USA in der Tat das Kapern des russischen Schiffes (RT DE berichtete). Zwei US-Beamte, die mit den Plänen für US-Militäroperationen vertraut sind, teilten CBS News mit, dass die Operation zur Beschlagnahmung des Tankers bereits diese Woche beginnen könne, eine endgültige Entscheidung jedoch noch nicht getroffen worden sei.

Seit mehr als zwei Wochen verfolgt die US-Küstenwache den Öltanker Marinera. Das Schiff steht unter US-Sanktionen, weil es im Jahr 2024 iranisches Öl im Auftrag der Hisbollah, der Huthis sowie der iranischen Revolutionsgarde transportiert haben soll.

Das zunächst unter dem Namen Bella 1 und unter der Flagge Guyanas in Richtung Karibik fahrende Schiff hatte kehrtgemacht, nachdem die US-Küstenwache mehrere mit Venezuela Handel treibende Transportschiffe beschlagnahmt hatte. Mittlerweile fährt das Schiff unter russischer Flagge und wurde in Marinera umbenannt.

Seit seiner Umbenennung steht das Schiff unter russischem Schutz. Die Regierung in Moskau hat die Vereinigten Staaten wiederholt aufgefordert, die Verfolgung der Marinera einzustellen. Sollte das Schiff tatsächlich geentert werden, dürften unabsehbare internationale Spannungen die Folge sein.

Die Marinera ist mit dem Heimathafen Sotschi im russischen Schiffsregister eingetragen. Bereits am Neujahrstag war bekannt geworden, dass Russland die USA in einer diplomatischen Note aufgefordert hatte, die Verfolgung des Tankers einzustellen. Die USA betrachten das Schiff jedoch als keiner Nation angehörig und behaupten, dass es unter falscher Flagge fahre.

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