
China zu Maduros Entführung: Kein einzelner Staat darf sich als Weltpolizist und -richter aufspielen

Wang Yi, Chinas Außenminister, empfing in Peking den pakistanischen Außenminister Ishaq Dar. Während dieses Treffens merkte der chinesische Außenminister an, dass die internationale Lage immer komplexer und instabiler werde und der "einseitige Druck" zunehme. Er fügte hinzu, dass die plötzliche Veränderung der Situation in Venezuela große Beachtung der internationalen Gemeinschaft auf sich gezogen habe. Sein Kommentar zur Entführung des Präsidenten von Venezuela durch die USA wurde auf der offiziellen Website des chinesischen Außenministeriums wie folgt aufgeführt:
"Wir finden nicht, dass irgendein Land als internationaler Polizist auftreten kann, und wir stimmen nicht zu, dass irgendein Land die Rolle eines internationalen Richters beanspruchen kann. Wir lehnen die Androhung oder Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen und die Aufzwingung des Willens eines Landes auf ein anderes entschieden ab."
Wang Yi betonte, dass die Souveränität und Sicherheit aller Länder durch das Völkerrecht umfassend geschützt werden müsse.

Zuvor, noch am Tag der Entführung Maduros, gab ein Sprecher des Außenministeriums der Volksrepublik China eine Erklärung über diesen Angriff auf Venezuelas Souveränität ab: China sei "zutiefst schockiert und verurteilt den unverhohlenen Einsatz von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und die Maßnahmen gegen dessen Präsidenten aufs Schärfste."
Am 3. Januar 2026 begannen die Vereinigten Staaten einen militärischen Blitzeinsatz in Venezuela, bei dem Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores entführt und nach New York gebracht wurden. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass Maduro und Flores wegen angeblicher Beteiligung an "Narco-Terrorismus" und "Gefährdung der USA" vor Gericht gestellt würden.
Als Reaktion auf das Vorgehen der USA beantragte Caracas eine dringende UN-Sitzung, und der Oberste Gerichtshof Venezuelas übertrug die Amtsgeschäfte des Staatsoberhaupts vorübergehend an Vizepräsidentin Delcy Rodríguez.
Russlands Außenministerium bekundete seine Solidarität mit dem venezolanischen Volk, forderte die Freilassung Maduros und seiner Frau sowie Schritte zur Verhinderung einer weiteren Eskalation. Peking schloss sich Moskau an und forderte die sofortige Freilassung Maduros und seiner Frau. Dort betonte man, dass die US-Aktionen gegen internationales Recht verstießen. Auch das Außenministerium der Demokratischen Republik Korea kritisierte die US-Aktionen.
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