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Nach US-Angriffen: Innenminister fordert Venezolaner zum Vertrauen in die Regierung auf

Es sei den USA nicht gelungen, die Bevölkerung Venezuelas in Angst zu versetzen, hieß es aus Caracas nach den US-Angriffen. Die US-Amerikaner hätten mit ihren Bomben und Raketen nur einen Teil ihrer Ziele erreicht. Washington will Nicolás Maduro in den USA vor Gericht stellen.
Nach US-Angriffen: Innenminister fordert Venezolaner zum Vertrauen in die Regierung auf© X-Screenshot

Mitglieder der venezolanischen Regierung haben die Bevölkerung dazu aufgefordert, Ruhe zu bewahren. So sagte der Innenminister Diosdado Cabello, die US-Amerikaner hätten mit ihren Bomben und Raketen nur einen Teil ihrer Ziele erreicht. Es sei den USA nicht gelungen, die Bevölkerung Venezuelas in Angst zu versetzen. "Bleibt bitte ruhig. Vertraut uns, wir bekommen das hin", sagte Cabello.

Aufnahmen des venezolanischen Staatsfernsehens zeigen ihn mit schusssicherer Weste und Helm, umgeben von Sicherheitskräften.

In einer Rede im nationalen Fernsehen sagte Cabello, die Venezolaner sollten nicht in "Verzweiflung" verfallen und es "dem feindlichen Eindringling, dem feindlichen Terroristen, der uns feige angegriffen hat", nicht leichter machen.

Der Aufenthaltsort des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist unbekannt. Nach US-Angaben haben die Vereinigten Staaten neben dem venezolanischen Staatschef auch seine Frau Cilia Flores festgenommen. Gemeinsam wurden sie aus dem Land geflogen. Es ist unklar, wie die Trump-Regierung die Zukunft Venezuelas plant. Es ist ebenfalls unklar, ob die USA über eine Strategie verfügen, die über seine Entmachtung hinausgeht.

Zugleich forderte Venezuela heute eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates wegen der "kriminellen Aggression" durch die Vereinigten Staaten. Dies gab Außenminister Yván Gil auf Telegram bekannt.

In ihrer ersten Reaktion betonte die EU-Außenbeauftragte einerseits, dass das Völkerrecht geachtet werden müsse, andererseits erinnerte Kaja Kallas daran, dass "Herrn Maduro" die "Legitimität" fehle, um Venezuela zu regieren.

Trump erklärte ebenfalls heute, dass der Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des Staatschefs Nicolás Maduro "zusammen mit den Strafverfolgungsbehörden" erfolgt seien. Die Vereinigten Staaten würden Maduro seit dem Jahr 2020 unter anderem wegen angeblichen Rauschgifthandels suchen.

Maduro und seine Ehefrau wurden inzwischen im Südbezirk von New York angeklagt. Maduro wird beschuldigt, sich in Verschwörungen zum "Drogenhandel und Terrorismus sowie zum Kokainimport" verstrickt zu haben. 

Da Maduros Aufenthaltsort unbekannt war, hätte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gemäß venezolanischem Recht die Macht übernommen. Eine Bestätigung dafür gab es nicht, obwohl sie nach dem Angriff eine Erklärung abgab.

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