
Auswertung ukrainischer Drohne bestätigt: Ziel des Angriffs am 29. Dezember war Putins Residenz

Bei der technischen Untersuchung des Navigationssystems einer der ukrainischen Drohnen, die am 29. Dezember im russischen Gebiet Nowgorod abgeschossen wurden, gelang es, eine Datei mit dem Flugauftrag zu extrahieren. Die Entschlüsselung ergab, dass das Endziel des Drohnenangriffs eine der Einrichtungen auf dem Gelände der Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin war. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit und fügte hinzu:
"Diese Materialien werden über die festgelegten Kanäle an die amerikanische Seite weitergeleitet."
In der Nacht zum 29. Dezember hatte die Ukraine versucht, Putins Residenz mit Drohnen anzugreifen. Dies gab Russlands Außenminister Sergei Lawrow Ende Dezember bekannt. Dem Diplomaten zufolge habe Kiew für den Angriff 91 Drohnen eingesetzt, die alle zerstört worden seien. Die Residenz des russischen Staatschefs sei nicht beschädigt worden, es habe keine Verletzten gegeben, erklärte der Chef der Luftabwehr der russischen Luft- und Weltraumkräfte, Alexander Romanenkow.

Die Drohnen, die versucht hätten, Putins Residenz anzugreifen, seien aus den ukrainischen Gebieten Sumy und Tschernigow gestartet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Das Militärressort veröffentlichte auch eine Karte mit der Flugbahn der Drohnen und den Orten, an denen sie zerstört wurden.
Moskau werde auf die Handlungen der Ukraine reagieren, plane jedoch nicht, den Dialog mit den USA über den Frieden abzubrechen, sondern werde seine Verhandlungsposition überdenken, so Lawrow weiter. Kiew bestritt seine Verwicklung in den Angriff.
US-Präsident Donald Trump gab an, dass Putin ihn über die Ereignisse informiert habe. Derartige Handlungen Kiews wären "sehr schlecht" und "derzeit nicht angebracht", betonte der US-Staatschef. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rief dazu auf, den Aussagen Moskaus über den Angriff Kiews auf die Residenz des russischen Präsidenten keinen Glauben zu schenken. Nach Angaben der Zeitung The Wall Street Journal fand die CIA keine Beweise für diesen Vorfall.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.